"Intel inside" ist bares Geld wert

PC-Hersteller erhalten Gutschriften für Prozessorkäufe

Das Programm "Intel inside" steht nach Vorwürfen der Financial Times Deutschland zu einem angeblichen Exklusivvertrag zwischen Intel und der Media/Saturn-Gruppe erneut in der Kritik. Gegenüber Golem.de erklärte der Chiphersteller zumindest im Groben, wie das System funktioniert.

Artikel veröffentlicht am ,

Am 28. Mai 2008 geriet das seit 1991 existierende Marketingprogramm "Intel inside" wieder einmal ins Visier von Wettbewerbsschützern und Öffentlichkeit. Die Financial Times Deutschland hatte berichtet, AMD sei von den Media- und Saturn-Märkten jahrelang ausgesperrt worden. Hintergrund soll ein Exklusivvertrag zwischen Intel und der Media-Saturn-Holding sein, in dem Geld aus den "Intel inside"-Töpfen eine Rolle spielt.

Golem.de zitierte in seiner Meldung zu diesen Vorwürfen auch um Anonymität bemühte PC-Hersteller, die sich schon seit Jahren über "Intel inside" beklagen. Diese Darstellung der Mechanismen sei jedoch unrichtig, teilte Intel Deutschland der Redaktion daraufhin mit. Intel-Sprecher Martin Strobel erklärte, es gebe durch die freiwillige Teilnahme an dem Programm keine Gutschriften auf künftige Einkäufe.

Vielmehr müsse ein PC-Hersteller die je nach Menge fest gestaffelten Preise für die Prozessoren stets voll bezahlen. Ein für jeden Intel-Kunden gleicher Prozentsatz landet dabei jedoch auf einem internen Intel-Konto. Beträgt also beispielsweise der Preis für die bestellten Prozessoren 100.000,- Euro und der Intel-inside-Anteil 10 Prozent, so zahlt ein PC-Hersteller zunächst 100.000,- Euro an Intel. 10.000,- Euro legt Intel dann aber auf dem Intel-inside-Konto des Kunden fest.

Dieses Geld kann Intel dann laut Strobel nach festen Regeln dem PC-Hersteller wieder in Form von Werbekostenzuschüssen zukommen lassen - und zwar für Rechner, die um die bestellten Intel-Prozessoren herum gebaut werden. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich beispielsweise bei einer Printanzeige nach der Größe des Intel-Logos und der Zahl der sonst noch in der Anzeige vertretenen Firmen. Ab wie viel Intel-Präsenz der Chiphersteller die gesamte Anzeige bezahlt, wollte Strobel nicht verraten.

Wie der Intel-Sprecher weiter erklärte, gelten für jeden direkten Intel-Kunden die gleichen Regeln: Der Prozentsatz der Intel-inside-Gutschriften sei stets gleich, unabhängig von der gekauften Menge. Wie bei Großkunden in jedem Wirtschaftsbereich üblich, gebe es aber feste Staffelungen der Preise je nach Abnahmemenge. Diese Staffelungen seien den PC-Herstellern außerdem auch bekannt.

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ichhattekeinInt... 02. Jun 2008

Ja ja, ich oute mich. Ich hatte keine Internet und auch nicht viel Ahnung und hab mir...

Siga 31. Mai 2008

Seltsam, das sogar die "früher war ct besser"-Fraktion sich an diesen Artikel nicht...

dani_wb 31. Mai 2008

Naja wenn ich mal recht überlege, Hat Intel seinen Sitz irgndwo in Amerika :P. Intel...

no name 31. Mai 2008

Es geht doch nicht um Mengenrabatte oder Werbekostenzuschüsse. Es geht darum, dass die...



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