Abo
  • Services:

Virtuelle Welten sind anders

Dorothee Belz von Microsoft stimmte Mayer-Schönberger zu und unterstrich dessen Kritik mit einem Verweis auf die komplexe Rechtslage in Deutschland. Da Microsoft sich außerstande sieht, die vom Gesetz geforderte Überwachungsschnittstelle zu realisieren, verzichte das Unternehmen hierzulande auf die Integration von Voice-over-IP in den Messenger. In allen anderen Ländern werde der Messenger hingegen künftig mit der Möglichkeit zur Internettelefonie ausgerüstet.

Stellenmarkt
  1. abilex GmbH, Stuttgart
  2. Groz-Beckert KG, Albstadt

Die Bedeutung virtueller Welten beurteilte Belz zurückhaltend. Diese hätten eine zu geringe Umsatzentwicklung, um ein stärkeres Engagement des Unternehmens zu rechtfertigen. Der Onlinewerbemarkt sei wesentlich attraktiver. An den Gesetzgeber gewandt warnte Belz vor juristischer Überregulierung von virtuellen Welten und Computerspielen. Wo bestimmte Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchaus zu rechtfertigen seien, sei eine Bevormundung von Erwachsenen überflüssig und innovationsfeindlich. Die vorhandenen Bestimmungen zum Jugendschutz reichen nach Belz' Einschätzung völlig aus. Eltern und Kinder müssten allerdings besser über Gefahren und technische Möglichkeiten im Umgang damit aufgeklärt werden. Es gälte, die Medienkompetenz zu stärken.

Dieser Forderung schloss sich Monika Griefahn an. Auch sie machte keinen großen Regulierungsbedarf aus, sondern ein Aufklärungs- und Vollzugsdefizit für bestehende Regularien. Klar sei aber, dass bestehende Regeln auch in virtuellen Welten durchgesetzt werden müssten. Virtueller Sex mit virtuellen Minderjährigen sei kein Spiel, so Griefahn, sondern nach geltendem Recht Kinderpornografie und als solche zu Recht eine Straftat.

In der Diskussion um das Für und Wider von Computerspielen sprach sich Griefahn dafür aus, Computerspiele als Teil der Kultur anzuerkennen, statt überwiegend über Killerspiele zu streiten. Wichtig sei, Computerspiele deutlicher als bisher zu kennzeichnen und dem Problem der Onlinesucht mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Diese solle von der WHO als Krankheit anerkannt werden, um die man sich durch entsprechende Beratungsangebote kümmern müsse. Griefahn stellte die Zahl von 1,6 bis 1,9 Millionen Onlinesüchtigen in den Raum.

 Virtuelle Welten sind andersVirtuelle Welten sind anders 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 297,00€ + 4,99€ Versand
  2. (u. a. 480-GB-SSD 59€, 2-TB-SSD 274€, 64-GB-USB3-Stick 10,99€)
  3. (u. a. 16 GB DDR4-2666 von HyperX für 109,90€)
  4. (u. a. Acer und HP-Notebooks ab 519€)

Gelalle 01. Jun 2008

SO ein Megamässiges Gelalle hält man ja nicht aus. Die paar Deppen und Vollpfosten die...

Hotohori 30. Mai 2008

So siehts aus, vor allem wird oft kritisiert was man nicht versteht und daraus kann nie...

Urheberrecht... 30. Mai 2008

Das kann ich schon glauben. Microsoft ist eine reine 'me too' Firma. Wenn die nicht...

b3e 30. Mai 2008

dann les besser nochmal: Von Monika Griefahn gefragt, was der deutsche Gesetzgeber machen...

Ekelpatch 30. Mai 2008

Ich wäre für die Sendezeitbeschränkung von Politikern. Am besten von 12 bis Mittags.


Folgen Sie uns
       


Apple iPad Pro 2018 - Fazit

Mit dem neuen iPad Pro 12.9 hat Apple wieder ein großes Tablet vorgestellt, das sehr leistungsfähig ist und sich deshalb für eine große Bandbreite an Aufgaben einsetzen lässt. Im Test stellen wir aber wie bei den Vorgängern fest: Ein echtes Notebook ist das Gerät immer noch nicht.

Apple iPad Pro 2018 - Fazit Video aufrufen
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test: Tolles teures Teil - aber für wen?
Apple Mac Mini (Late 2018) im Test
Tolles teures Teil - aber für wen?

Der Mac Mini ist ein gutes Gerät, wenngleich der Preis für die Einstiegsvariante von Apple arg hoch angesetzt wurde und mehr Speicher(platz) viel Geld kostet. Für 4K-Videoschnitt eignet sich der Mac Mini nur selten und generell fragen wir uns, wer ihn kaufen soll.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  2. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"
  3. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp

    •  /