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Journalisten zu bespitzeln kostet nur 3.000 US-Dollar

US-Privatdetektive kommen vor Gericht glimpflich davon

Zwei Privatdetektive aus den USA haben sich mit der US-Handelsaufsichtsbehörde auf eine Zahlung von 3.000 US-Dollar ohne Schuldeingeständnis geeinigt. Die beiden standen vor Gericht, weil sie mehrere Journalisten ausspioniert hatten. Sie sollten herausbekommen, wer bei Hewlett-Packard den Journalisten Informationen gegeben hatte.

Vor einem Gericht in Orlando im US-Bundesstaat Florida einigten sich die beiden Angeklagten, die Privatdetektive Joseph und Matthew DePante, mit der US-Handelsaufsichtsbehörde, der Federal Trade Commission (FTC), auf die Zahlung von 3.000 US-Dollar. Damit sei der Konflikt zwischen der FTC und den Angeklagten beigelegt, heißt in dem Urteil. Ein Schuldeingeständnis legten die beiden Angeklagten nicht ab.

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Die beiden Detektive mussten sich vor dem Gericht für die Bespitzelung der US-Technikjournalisten Dawn Kawamoto, Stephen Shankland und Tom Krazit verantworten. Die drei arbeiten beim US-Branchendienst CNet. Dort hatten sie Anfang 2006 einen Artikel über die langfristige Unternehmensstrategie des Hardwareherstellers Hewlett-Packard (HP) veröffentlicht, in dem sie hochrangige Quellen bei HP zitierten.

HP wollte herausfinden, wer die drei mit internen Unternehmensinformationen beliefert hatte und heuerte deshalb mehrere Detektive an. Im Zuge ihrer Ermittlungen verschafften sich die DePantes unter falschem Namen Telefonverbindungsdaten von Kawamoto, Shankland und Krazit und deren Angehörigen. So wollten sie herausfinden, mit wem die drei kommuniziert hatten.

Die Einigung ist für die Detektive ein gutes Ergebnis. Sie verpflichteten sich, in Zukunft keine Gesetze zum Schutz der Privatsphäre mehr zu verletzen, und müssen dafür 3.000 US-Dollar zahlen. Das ist keine Strafe, sondern lediglich eine "angemessene finanzielle Entschädigung". Die Zahlung ist nach Angaben der FTC so niedrig ausgefallen, weil die beiden erklärten, nicht mehr zahlen zu können.

Andere waren mit den Ausgang des Verfahrens weniger einverstanden: "Privatdetektive, seid gewarnt: Wenn ihr Journalisten im Auftrag von Hewlett-Packard hinterherspioniert und dabei wissentlich Staats- und Bundesgesetze verletzt, indem ihr euch mit zweifelhaften Mitteln ihre Telefondaten verschafft, dann müsst ihr am Ende die Riesenstrafe von 3.000 US-Dollar bezahlen", so der zynische Kommentar seitens CNet. Eine Zivilklage von Kawamoto, Shankland und Krazit gegen HP ist noch anhängig.


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painfully 30. Mai 2008

auf Fudschiama-Siemens-Schmiergeld-Rechner? Deren Gehäuse schon beim betrachten...

byti 30. Mai 2008

Bei den Amis muss ich ihm leider Recht geben. Du must dir da teilweise die Zustände...

Knux 30. Mai 2008

Laut Artikel ist noch "Eine Zivilklage von Kawamoto, Shankland und Krazit gegen HP...

Jay Äm 30. Mai 2008

Was sind denn noch mal Journalisten? Ich kann mich nicht mehr so richtig daran erinnern...

McSpy Drive-In 30. Mai 2008

Soll er ja nicht. Das mit dem Einrasten lässt er mal lieber bleiben!




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