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Studie: PC statt Stereoanlage

Der Computer ist das wichtigste Medium für Jugendliche

Leipziger Wissenschaftler haben Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren nach ihren Mediengewohnheiten befragt. Dabei fanden sie heraus, dass der Computer mit Internetanschluss für die junge Generation zum wichtigsten Medium geworden ist. Allerdings nutzt sie darauf auch gern klassische Inhalte wie Musik oder Filme.

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Egal ob sie kommunizieren, Videos anschauen, Musik oder Radio hören - sie tun es am Computer. Der PC mit Internetanschluss hat bei den Jugendlichen den Platz des wichtigsten Unterhaltungsmediums eingenommen. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Universität Leipzig.

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Wenig überraschend erfreuen sich Videos auf Portalen wie YouTube großer Beliebtheit: Fast jeder (92 Prozent) der befragten 12- bis 19-Jährigen ist dort schon einmal vorbeigesurft und hat sich Videos angeschaut. Knapp die Hälfte (40 Prozent) nutzt diese Angebote regelmäßig. Die Jugendlichen konsumieren Inhalte aber nicht nur, sondern stellen auch selbst welche ins Internet. Die große Mehrheit (84 Prozent) hat schon Fotos online veröffentlicht, beispielsweise auf Plattformen wie SchülerVZ oder MySpace. Das können selbstgemachte Fotos sein, aber auch solche ihrer Lieblingsfilmstars oder -musiker. Videos zu veröffentlichen ist dagegen weniger verbreitet: Nur 40 Prozent der Befragten gaben an, ein Video im Netz veröffentlicht zu haben.

Entsprechend des Nutzungsverhaltens haben klassische Mediengeräte und -träger weitgehend an Bedeutung verloren. Wer Musik hören möchte, schaltet nicht die Stereoanlage ein, sondern fährt seinen Computer hoch oder nutzt einen MP3-Player: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Befragten gaben an, Musik auf dem Computer zu hören. Nur ein Drittel (36 Prozent) hört noch häufig Musik auf einem CD-Player. Traditionelle Kanäle für den Musikkonsum wie Radio (29 Prozent) und Fernsehen (28 Prozent) weichen langsam dem Internet (40 Prozent).

Die neuen Inhalte mögen einen wichtigen Platz eingenommen, die klassischen Geräte ausgedient haben: Die herkömmlichen Offlineinhalte haben es nicht. Im Gegenteil: "Insbesondere ihre Vorlieben für Musik, aber auch für Filme und Fernsehsendungen führen Jugendliche ins Netz", schreiben die Leipziger Medienpädagogen. Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten, die Musik mögen, schauen sich Musikvideos im Internet an. Jeder zweite Filmfan (55 Prozent) sucht online nach Videos zu Filmen. Bei den Fernsehfreunden sind es 30 Prozent.

Wichtiger als die Herkunft der Inhalte sei den Jugendlichen, dass sie den Zeitpunkt der Nutzung selbst bestimmen können. Sie müssen kein Programm nach einem vorgegebenen Zeitplan konsumieren, sondern stellen sich "ihr Programm ganz individuell zusammen, indem sie sich ihre Lieblingsvideos gezielt anschauen und in Playlisten abspeichern oder nach neuen, spannenden Videos suchen." Außerdem schätzt die junge Zielgruppe die Vorteile des interaktiven Mediums: So können die Nutzer online nach Zusatzinformationen suchen, Kommentare abgeben und Gleichgesinnte treffen.

Für die Studie befragten die Leipziger Wissenschaftler online 5.000 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren. Dabei fragten sie zum einen nach der Nutzung von multifunktionalen Geräten wie Computer, Internet und Mobiltelefon. Zum anderen wollten sie wissen, wie die Jugendlichen Musik, Filme oder Computerspiele über Mediengrenzen hinweg nutzen.

Das Projekt Medienkonvergenz Monitoring verfolgt nach eigenen Angaben seit 2003 die Konvergenz der traditionellen mit den digitalen Medien. Die aktuelle Studie ist die dritte dieser Art.



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Back from the... 31. Mai 2008

Stimmt. Ich bin ganz froh, dass ich meine Kleidung nicht aus Pizza-Schachteln und PET...

Hein 30. Mai 2008

Und genau das kennen die meisten Jugendlichen garnicht mehr. Das "Erlebnis" eine Platte...

Prof. Dr. Med... 30. Mai 2008

In einer internationellen Studie wurde festgestellt, dass Marmelade auf Brot nicht nur...

Megabla 30. Mai 2008

Was mich zumindest früher gestört hat: Man hört sofort ob etwas von CD oder aus dem...

Sir Jective 30. Mai 2008

Wow, das Teil kann man sich kaufen, wenn man schon ne goldene Badewanne und ne...


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