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VLC auch für Set-Top-Boxen

Freie Software wird auf Neuros Linux für ARM portiert. Der VLC genannte freie Media-Player des VideoLAN-Projekts soll bald auch Set-Top-Boxen aufwerten. Dazu wird die Software gerade auf Neuros Linux portiert, mit finanzieller Unterstützung durch Texas Instruments.
/ Christian Klaß
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Wie im Blog(öffnet im neuen Fenster) von Neuros Technology zu lesen ist, arbeiten Neuros und M2X gemeinsam mit Entwicklern aus der VLC-Community an der Anpassung auf das für Embedded-Geräte gedachte Neuros Linux. Die Projektleitung übernimmt einer der VLC-Maintainer, Jean-Paul Saman, der auch den Blogeintrag verfasste.

Dem Neuros-Blog zufolge fiel die Wahl auf VLC, weil es einen großen Funktionsumfang sowie eine offene Architektur aufweist. VLC soll auf der Neuros HDPlatform, die auf dem mit zwei Kernen bestückten Davinci-ARM-DSP aufsetzt, nicht nur für die Wiedergabe, sondern auch für die Aufzeichnung genutzt werden können. Das Encoding sowie Decoding erledigt dabei der DSP-Kern, die Audioberechnungen erfolgen durch den ARM-Kern.

VLC für Neuros Linux soll auf der stabilen Version 0.8.6g aufsetzen, bei der bereits einige bekannte Fehler beseitigt wurden. Die Umsetzung soll in Phasen erfolgen, erst wird die zugrundeliegende Multimediaplattform zum Laufen gebracht, dann die vollständige Wiedergabe- und Aufzeichnungsunterstützung. Die Integration von VLC in die für High-Definition-fähige Set-Top-Boxen gedachte Neuros-Plattform soll im dritten Quartal 2008 abgeschlossen sein.

Die resultierenden modifizierten oder neu erstellten VLC-Quellcode-Dateien sollen dem Quellcode-Bestand des VideoLAN-Teams hinzugefügt werden – unter der gleichen GPLV2-Lizenz wie der Rest des VLC-Quellcodes.


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