Abo
  • Services:

iRobot stellt Kampfroboter vor

Martialische Kampfmaschine mit elektronisch gesteuerter Waffe

Roboter dürfen Menschen nicht verletzen, forderte der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov vor knapp 60 Jahren. Die Realität hat ihn längst überholt: Auf einer Waffenmesse haben ein amerikanischer Roboterhersteller und ein australischer Waffenbauer einen neuen Kampfroboter vorgeführt. Eine der möglichen Anwendungen sei die Kontrolle von Menschenmassen.

Artikel veröffentlicht am ,

Das amerikanische Unternehmen iRobot ist vor allem durch den possierlichen Staubsauger-Roboter Roomba bekannt geworden. Doch baut iRobot auch Roboter für militärische Zwecke. Zusammen mit dem australischen Waffenhersteller Metal Storm hat iRobot auf einer Waffenmesse in Texas einen martialischen Kampfroboter vorgeführt.

Kampfroboter mit Waffe (Quelle: Metal Storm)
Kampfroboter mit Waffe (Quelle: Metal Storm)
Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg

Dazu haben die beiden Partner den Warrior X700-Roboter von iRobot mit einem Waffensystem von Metal Storm ausgerüstet. Der Warrior X700 erinnert mit seinen Raupenketten ein wenig an einen Panzer und ist für militärische Anwendungen wie Aufklärung, Kampfmittelbeseitigung, Rettung von Verwundeten oder Feuerbekämpfung konzipiert.

Ausgerüstet mit dem Waffensystem Firestorm macht der Roboter seinem Namen Warrior ("Krieger") alle Ehre. Das Waffensystem Firestorm besitzt mehrere Läufe. Das Besondere daran ist, dass die Patronen hintereinander im Lauf stecken. Ein Magazin ist nicht notwendig. Die vorderste Patrone im Lauf wird jeweils elektrisch gezündet. So kann die Waffe verschiedene Schussmuster erzielen. Da keine mechanischen Teile verwendet werden, ist die Schussfrequenz (Kadenz) besonders hoch.

Firestorm feuere, so der Hersteller, tödliche ebenso wie "weniger tödliche Geschosse" ab. Die Einsatzmöglichkeiten für den Kampfroboter sind weit gefasst: Metal Storm sieht nicht nur den Häuserkampf, sondern auch bewaffnete Patrouillen und die Kontrolle von Menschenmengen und gewalttätigen Ausschreitungen als Einsatzbereiche an.

Robotiker wie David Hanson kritisieren die Bewaffnung von Robotern. Er tritt dafür ein, Roboter mit "Mitgefühl und Empathie für Menschen" zu entwickeln, "um Horrorszenarien, wie wir sie aus Science-Fiction-Filmen kennen, zu verhindern." Die britische Anti-Landminen-Gruppe Landmine Action hat kürzlich sogar ein Verbot von autonom agierenden Kampfmaschinen nach dem Vorbild der Ottawa-Konvention gefordert, die die Produktion, Nutzung und Weitergabe von Anti-Personen-Minen verbietet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate kaufen
  2. bei Caseking kaufen

blablubbb 07. Jun 2009

Genau, das funktioniert sogar bei 60-Tonnen Kampfpanzern ... Dir ist schon klar, dass...

anonymous 02. Jun 2008

RAMPAGE! Fazit: mit menschlicher Steurerung wird's auch nicht besser

venki 30. Mai 2008

Richtig. Da wir aber von einem System sprechen, zählen die einzelnen Rohre und bei 60k...

Flying Circus 30. Mai 2008

Da fällt mir aber ein Stein vom Herzen. Wenn man so ein Ding ins Auge kriegt, sieht man...

antirobot 29. Mai 2008

Hört auf mit der Produktion von Waffen. Fördert die Wissenschaft gegen den Krieg!


Folgen Sie uns
       


Hackerangriff auf die Bundesregierung - Interview

Golem.de-Security-Redakteur Hauke Gierow klärt über den Hackerangriff auf die Bundesregierung auf.

Hackerangriff auf die Bundesregierung - Interview Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

    •  /