SugarCRM: "Wir bieten jedem dieselbe Qualität"

Keine Pläne, weitere Teile offenzulegen

Die kommerziellen Erweiterungen des freien Customer-Relationship-Management-Systems SugarCRM bleiben auch in Zukunft zahlenden Kunden vorbehalten. Dafür garantiere man allen Nutzern dieselbe Qualität der grundlegenden Software. Die nächste Version soll Ende Juni 2008 erscheinen.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Während die komplett unter der GPLv3 stehende Sugar Community Edition die Basisfunktionen des Customer-Relationship-Management-Systems (CRM) enthält, gibt es noch eine kommerzielle Professional sowie eine Enterprise Edition, die zusätzliche Funktionen bieten. Darunter sind beispielsweise Plug-ins, um Microsoft Word und Outlook anzubinden. Diese werden aber auch in Zukunft nicht als Open Source freigegeben, erklärte Clint Oram, SugarCRM-Mitbegründer und für die Open-Source-Community zuständig, auf dem LinuxTag gegenüber Golem.de.

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Durch diese zusätzlichen Funktionen wolle man die kostenpflichtigen Editionen für Kunden attraktiv gestalten. Dies sei ein Unterschied zu Anbietern wie Red Hat, so Oram. Diese würden zwar dieselben Funktionen in ihren kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten liefern. Um dann aber auch Unterstützung beim Einsatz zu bekommen, müsse man Support kaufen und manche Funktionen, die in den Community-Produkten enthalten sind, seien von dieser Unterstützung ausgenommen. SugarCRM hingegen verspricht eine einheitliche Basis, die unabhängig von der verwendeten Edition dieselbe Qualität aufweist. Fehlerkorrekturen sollen ebenfalls immer gleichzeitig für alle Editionen erscheinen.

Daher sei es auch in Zukunft nicht denkbar, einige dieser proprietären Komponenten ebenfalls unter die GPL zu stellen. Man hindere jedoch die Community nicht daran, entsprechende Erweiterungen selbst zu schreiben. Da die Schnittstellen offenliegen, ist dies möglich und eben hierin liege der Vorteil einer Open-Source-Anwendung für den Nutzer. Und so gibt es bei der Entwicklerplattform Sugarforge beispielsweise die Security Suite, die Funktionen implementiert wie die Teams genannte Funktion in Sugar Professional. Mit Jasper4Sugar steht ferner ein freier Ersatz für die Berichtsfunktionen der Professional Edition zur Verfügung.

Die nächste SugarCRM-Version 5.1 befindet sich derzeit im Betatest. Sie enthält unter anderem eine überarbeitete Bedienoberfläche und eine integrierte Systemüberwachung. Auch auf mobilen Clients wie Smartphones und PDAs soll sich SugarCRM so nutzen lassen. Neben der frei zugänglichen Community Edition ist das Update für Kunden kostenlos. Ende Juni 2008 soll die finale Version verfügbar sein, so Oram.

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Gleichzeitig soll die Data Center Edition erscheinen, eine Verwaltungssoftware, mit der etwa Hoster das CRM-System als Software-as-a-Service (SaaS) anbieten können. Für Firmen, die intern mehrere Sugar-Instanzen benötigen, soll die Data Center Edition ebenfalls interessant sein. Hervorgegangen ist die Lösung dabei aus einem internen Werkzeug, mit dem SugarCRM selbst sein SaaS-Angebot erstellt hat. Allerdings stehe das Lizenzierungsmodell noch nicht fest, sagte Oram. Möglich seien Lizenzen pro Server oder pro Nutzer.

Interessiert sei man drüber hinaus auch an der Arbeit von IBMs Framework "Project Zero", unter dem SugarCRM seit kurzem läuft. Damit läuft die PHP-Anwendung SugarCRM unter einer Java Virtual Machine, was unter anderem den Zugriff aus dem PHP-System auf Java-Klassen ermöglicht.

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