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Außenminister will Games und Goethe

Steinmeier spricht bei Veranstaltung zum Thema Computerspiele. Das Auswärtige Amt in Berlin als Ort für Computerspiele? Am 27. Mai 2008 war das so: Im Rahmen der Veranstaltung "Computer.Spiel.Kultur" durften Studenten der Universität Leipzig und Schüler der Willy-Brandt-Schule Warschau im Ministerium eine kleine LAN-Party veranstalten. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier war vor Ort – und verriet, welchen Bezug er zu Computerspielen hat.
/ Peter Steinlechner
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Computerspiele sind auch Kultur. Diese Meinung vertrat Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf der Computer.Spiel.Kultur: "Insofern verstehe ich unsere Veranstaltung heute Abend nicht etwa als ein einleitendes Beispiel dafür, dass wir Goethe durch Games ersetzen wollen, sondern wir wollen beides." Abgesehen von Steinmeier sprachen auch Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, und Class Oehler vom G.A.M.E. Bundesverband der Entwickler von Computerspielen.

Von mittags bis Mitternacht konnten Studenten der Universität Leipzig und Schüler der deutschen Willy-Brandt-Schule in Warschau im Rahmen von Computer.Spiel.Kultur in einem kleinen LAN-Netzwerk im Außenministerium und – mit von der Telekom gesponserter Standleitung – in der polnischen Schule spielen. Auf dem Programm stand ausschließlich jugendfreier Stoff wie Need for Speed.

Steinmeier thematisierte in seinem Grußwort auch problematische Seiten von Computerspielen. Besonders ging er auf die übermäßige Mediennutzung in bildungsfernen Schichten ein. 340 Minuten am Tag seien einfach zu viel. Dann verriet Steinmeier auch, welchen persönlichen Bezug er zum Thema Computerspiele hat: "Ich weiß, wenn sich meine Tochter zu Hause in den Keller verabschiedet und sagt 'Ich gehe jetzt mal eine Stunde Sims spielen', dass das was ganz Spannendes sein muss."


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