Ricke und Zumwinkel in Spitzelaffäre durch Aussage belastet
Ex-Vorstand Klinkhammer belastet Ricke und Zumwinkel
Telekom-Ex-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke und der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Zumwinkel wurden durch eine Äußerung eines hochrangigen Telekom-Mitarbeiters in der Spitzelaffäre stark belastet. Über ein Jahr lang kam es demnach zu einer systematischen Bespitzelung von Aufsichtsräten, Managern und Journalisten, meldet das Handelsblatt. Telefonverbindungsdaten wurden überwacht, um undichte Stellen zur Presse aufzudecken.
Der frühere Personalvorstand der Deutschen Telekom, Heinz Klinkhammer sagte gegenüber dem Handelsblatt: "Der Mitarbeiter der Konzernsicherheit, der diesen Auftrag bekommen hat, hat mir versichert, dass Ricke und Zumwinkel ihm in der Angelegenheit einen Maulkorb erteilt haben."
Klinkhammer war in seiner Position als Personalvorstand auch für die Konzernsicherheit verantwortlich. Bei der Spitzelaktion sollte offenbar herausgefunden werden, wie interne Unterlagen der Presse zugänglich gemacht wurden. Nach Informationen der Zeitung sei Wilhelm Wegner, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und Aufsichtsratsmitglied, mit dem Verdacht konfrontiert worden, Informationen an Journalisten gegeben zu haben.
"Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden", sagte Klinkhammer. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."
Ricke wies die Anschuldigungen als unwahr und haltlos zurück. Und ein Sprecher Zumwinkels sagte der Zeitung, dass der Manager keinen persönlichen Auftrag erteilt habe. Bewahrheiten sich die Vorwürfe, wurde unter anderem das Fernmeldegeheimnis gebrochen.
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Dummerweise werden Leute wie Ricke und Zumwinkel kaum für Beweise sorgen. Natürlich...
Wissen die nicht, dass man Mitarbeiter ab einer bestimmten Hierarchieebene nicht mehr...
Überwachung fördert Überwachung.