Ricke und Zumwinkel in Spitzelaffäre durch Aussage belastet
Der frühere Personalvorstand der Deutschen Telekom, Heinz Klinkhammer sagte gegenüber dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) : "Der Mitarbeiter der Konzernsicherheit, der diesen Auftrag bekommen hat, hat mir versichert, dass Ricke und Zumwinkel ihm in der Angelegenheit einen Maulkorb erteilt haben."
Klinkhammer war in seiner Position als Personalvorstand auch für die Konzernsicherheit verantwortlich. Bei der Spitzelaktion sollte offenbar herausgefunden werden, wie interne Unterlagen der Presse zugänglich gemacht wurden. Nach Informationen der Zeitung sei Wilhelm Wegner, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und Aufsichtsratsmitglied, mit dem Verdacht konfrontiert worden, Informationen an Journalisten gegeben zu haben.
"Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden" , sagte Klinkhammer. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."
Ricke wies die Anschuldigungen als unwahr und haltlos zurück. Und ein Sprecher Zumwinkels sagte der Zeitung, dass der Manager keinen persönlichen Auftrag erteilt habe. Bewahrheiten sich die Vorwürfe, wurde unter anderem das Fernmeldegeheimnis gebrochen.