Abo
  • Services:

Professor wehrt sich gegen Fälschungsvorwürfe zu Handystudie

Intrige gegen kritische Wissenschaft an Wiener Uni?

Der Wiener Arbeitsmediziner Prof. Hugo Rüdiger hat sich gegen Fälschungsvorwürfe zu zwei seiner Studien gewandt, in denen es um Erbgutschäden durch Mobilfunkstrahlung geht. In einer Golem.de vorliegenden Erklärung legt Rüdiger nahe, dass Anschuldigungen konstruiert wurden, um seine industriekritische Forschung zu diskreditieren.

Artikel veröffentlicht am ,

Am 23. Mai 2008 war der Rektor der Medizinischen Universität Wien, Wolfgang Schütz, mit "gravierenden Verdachtsmomenten an der wissenschaftlichen Korrektheit einer Studie der dortigen Abteilung für Arbeitsmedizin" selbst an die Öffentlichkeit gegangen. Eine Laborantin habe Daten nicht "experimentell gemessen, sondern vielmehr fabriziert", so der Rektor. Der Spiegel meldete einen Tag später, dass die Angestellte, die ihre Manipulationen über Jahre hinweg fortgesetzt habe, auf frischer Tat ertappt worden sei.

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Autobahn Tank & Rast Gruppe, Bonn

Prof. Rüdiger, der im Oktober 2007 emeritierte, nennt die vermeintlichen Fälschungen durch die Laborantin allerdings "sehr plump". Sie seien zudem im Laborbuch dokumentiert worden, so als habe die Täterin es "direkt darauf angelegt, dass jemand darauf aufmerksam wird."

Bereits vor einem Jahr habe Prof. Alexander Lerchl aus Bremen den Vorwurf der Datenmanipulation gegen die Studien erhoben. Zwei Prüfungen durch Statistiker hätten dies aber "nicht zwingend beweisen können", so Rüdiger. "Dies war die Situation, als überraschend dem Rektorat gemeldet wurde, dass eine Laborantin der Arbeitsmedizin Daten gefälscht hat. Sie betont aber ausdrücklich, dass sich dieses Eingeständnis nur auf Vorgänge im April 2008 bezieht, und dass alle in der früheren Zeit unter ihrer Mitwirkung erhobenen Daten ordnungsgemäß zustande gekommen sind", so Rüdiger weiter.

Dann habe er erfahren, dass der Vorsitzende der vom Rektor berufenen dreiköpfigen Kommission für Wissenschaftsethik an der Medizinischen Universität Wien als Jurist bei einem Unternehmen der Mobilfunkindustrie beschäftigt sei. Da somit die Unabhängigkeit der Untersuchungskommission nicht gegeben sei, zog Rüdiger seine Unterschrift unter die Rücknahme der beiden genannten Publikationen zurück und ersuchte den Rektor, dass die Kommission unter einem anderen Vorsitz erneut zusammentritt, ihn anhört und die konkreten Daten prüft, was bisher nicht geschehen sei. Der Rektor ging auf diesen Vorschlag jedoch nicht ein, so der Wissenschaftler.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 189€ (Vergleichspreis je nach Farbe ab 235€)
  2. für 849€ (Einzelpreis der Grafikkarte im Vergleich teurer als das Bundle)
  3. 93,85€ (Bestpreis!)
  4. (u. a. Madden NFL 18 und Mass Effect: Andromeda PS4/XBO für je 15€, Gran Turismo Sport für...

Heinrich Hecker 28. Mai 2008

geht mir ähnlich. allerdings weiß ich nicht, ob sich der Spiegel geändert hat, oder ob...

Tim Hawkeye 28. Mai 2008

tragicomoedia melius est!

titrat 28. Mai 2008

JEDER kann die Versuche wiederholen. Ok, jeder Wissenschaftler mit der dafür notwendigen...


Folgen Sie uns
       


BMW i3s - Test

Er ist immer noch ein Hingucker: Der knallrote BWM i3s zieht die Blicke anderer Verkehrsteilnehmer auf sich. Doch man muss sich mit dem Hinschauen beeilen. Denn das kleine Elektroauto der Münchner ist mit 185 PS ziemlich flott in der Stadt unterwegs.

BMW i3s - Test Video aufrufen
Volocopter 2X: Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf
Volocopter 2X
Das Flugtaxi, das noch nicht abheben darf

Cebit 2018 Der Volocopter ist fertig - bleibt in Hannover aber noch am Boden. Im zweisitzigen Fluggerät stecken jede Menge Ideen, die autonomes Fliegen als Ergänzung zu anderen Nahverkehrsmitteln möglich machen soll. Golem.de hat Platz genommen und mit den Entwicklern gesprochen.
Von Nico Ernst

  1. Ingolstadt Flugtaxis sollen in Deutschland erprobt werden
  2. Urban Air Mobility Airbus gründet neuen Geschäftsbereich für Lufttaxis
  3. Cityairbus Mit Siemens soll das Lufttaxi abheben

In eigener Sache: Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht
In eigener Sache
Freie Schreiber/-innen für Jobthemen gesucht

IT-Profis sind auf dem Arbeitsmarkt enorm gefragt, und die Branche hat viele Eigenheiten. Du kennst dich damit aus und willst unseren Lesern darüber berichten? Dann schreib für unser Karriere-Ressort!

  1. Leserumfrage Wie sollen wir Golem.de erweitern?
  2. Stellenanzeige Golem.de sucht Redakteur/-in für IT-Sicherheit
  3. Leserumfrage Wie gefällt Ihnen Golem.de?

Hacker: Was ist eigentlich ein Exploit?
Hacker
Was ist eigentlich ein Exploit?

In Hollywoodfilmen haben Hacker mit Sturmmasken ein ganzes Arsenal von Zero-Day-Exploits, und auch sonst scheinen die kleinen Programme mehr und mehr als zentraler Begriff der IT-Sicherheit verstanden zu werden. Der Hacker Thomas Dullien hingegen versucht sich an einem theoretischen Modell eines Exploits.
Von Hauke Gierow

  1. IoT Foscam beseitigt Exploit-Kette in Kameras
  2. Project Capillary Google verschlüsselt Pushbenachrichtigungen Ende-zu-Ende
  3. My Heritage DNA-Dienst bestätigt Datenleck von 92 Millionen Accounts

    •  /