Interview: Im Internet ist Platz für alle
Golem.de: Dennoch sind die Zeitungsverleger Gegner der gebührenfinanzierten, öffentlich-rechtlichen Informationsangebote, weil sie die Konkurrenz fürchten.
Wiedemann: Das Internet gehört nicht nur den Verlegern. Es ist ein Verbreitungsweg, der allen gehört, wo Platz für alle ist. Es ist ein wichtiges Anliegen, dass dort die Stimme des öffentlich-rechtlichen Rundfunks genauso Gehör findet wie die Stimme anderer publizistischer Quellen in Deutschland. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten tragen mit ihren Angeboten wesentlich zur Meinungsvielfalt im Netz bei. Das Bundesverfassungsgericht hat zudem festgelegt, dass der Rundfunkbegriff dynamisch ist und nicht nur Bewegtbild und Ton, sondern auch Text und Bild umfasst. Wenn ARD und ZDF auch unter den veränderten Nutzungsbedingungen meinungsrelevant sein sollen, dann müssen wir auch an den neuen medialen Entwicklungen teilhaben. Das hat auch die Europäische Kommission bestätigt.
Golem.de: Trotz des Streits mit den Verlegern kooperieren einige Anstalten mit Verlagen, beispielsweise der WDR mit der WAZ-Gruppe. Wie geht das zusammen?
Wiedemann: Unter bestimmten Bedingungen, die wir klar definiert haben, geht das sehr gut zusammen. Wir gehen nur Kooperationen ein, die einen journalistischen und publizistischen Mehrwert für die Nutzer der Angebote bringen. Das heißt auch, dass wir über die Plattformen der Verlage für die ARD neue Nutzergruppen erreichen und so die Chance erhöhen, dass unsere öffentlich-rechtlichen Angebote noch breiter wahrgenommen werden. Das ist unser wichtigstes Anliegen.
Für die Nutzer sind unsere Inhalte auf allen Verbreitungskanälen kostenlos. Sie bekommen also zusätzliche Plattformen, über die sie auf unsere Inhalte zugreifen können. Für die Gebührenzahler erhöht sich damit der Nutzen unserer Angebote. Dazu kommt, dass die WAZ für diese Inhalte marktübliche Preise zahlt. Die Einnahmen tragen dazu bei, die Gebühren zu senken.
Golem.de: Sind Kooperationen auf Medienunternehmen beschränkt? Oder gibt es auch andere mögliche Partner?
Wiedemann: Ich will da nicht vorgreifen, aber ich persönlich könnte mir auch Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen wie der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) vorstellen, für deren Zielgruppen unsere Inhalte interessant sind.
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Ja, das ursprüngliche Video des Jurastudenten hatte ich hier bereits gepostet...
Mir ist schleierhaft, welchen Zusammenhang Du hier verkrampft suchst. Du meinst, Du...
Dieser Service besteht ja bereits, und deshalb ist die Gebühr auch eigentlich...
Welch ein nichtssagender Ausspruch. Es geht darum das die OeR an die 8 Mrd via Buerger...