Deutsche Robotiker gewinnen internationalen Wettbewerb

Nach den Mondlandungen vor fast 40 Jahren haben Menschen Maschinen wie der vor wenigen Tagen auf dem Mars gelandeten Raumsonde Phoenix(öffnet im neuen Fenster) die Erforschung fremder Himmelskörper überlassen. Während Phoenix sanft auf dem Mars aufsetzte, wetteiferten im kalifornischen Pasadena bereits dessen Nachfolger.
Die Jury hatte das Szenario in vier Teilaufgaben geteilt: Zunächst mussten die Roboter das Landefahrzeug über eine Rampe verlassen. Die zweite und schwierigste Aufgabe für den Roboter war es, den Weg zum Ziel, der Messstation zu finden. Dabei galt es, ständig mit Hilfe von Sensoren das Terrain zu erkunden und Hindernissen möglichst auszuweichen.
Diese Aufgabe bewältigte der Bremer Roboter, der an einen Spielzeugpanzer erinnert, mit einem "selbst entwickelten Algorithmus, der die Umgebungsdaten von 3D-Sensoren auswertet" , schreiben(öffnet im neuen Fenster) die Entwickler der Jacobs-Universität. Die dritte Aufgabe bestand darin, eine Karte der zurückgelegten Route zu zeichnen. Als Letztes mussten die Roboter schließlich wieder zum Ausgangspunkt zurückkommen.
Nur zwei der angetretenen Roboter lösten alle vier Aufgaben: Neben den Bremern gelang das noch dem Team des Space Robotics Laboratory an der Tohoku Universität. Die Japaner waren mit einem für die nationale Weltraumbehörde JAXA entwickelten Roboter angetreten. Beide Teams teilten sich den ersten Platz. Der nächstbeste Roboter musste bei zwei Aufgaben passen.
Der Wettbewerb(öffnet im neuen Fenster) war der erste im Rahmen der ICRA, die jedes Jahr von dem Verband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) organisiert wird. 16 Teams aus neun Ländern hatten teilgenommen.



