• IT-Karriere:
  • Services:

ICANN ermahnt Registrare von Spam-Domains

Registrare sollen ihre Whois-Datenbanken aktualisieren

Die Internetverwaltung ICANN kämpft gegen Domains, für die in Spam-Mails geworben wird. Die zehn Registrare, bei denen die meisten solcher Domains verwaltet werden, wurden aufgefordert, diese auf korrekte Whois-Daten hin zu überpüfen.

Artikel veröffentlicht am ,

Damit reagiert die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) auf einen Bericht des Anti-Spam-Projektes Knujon. Der Name des Projektes weist auf seinen Zweck hin: Von hinten nach vorne gelesen ergibt der Name "No junk".

Stellenmarkt
  1. Kommunale Unfallversicherung Bayern, München
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Knujon (gesprochen: New John) hatte nach eigenen Angaben herausgefunden, dass 90 Prozent der Domains, für die in Spam-Mails geworben wird, bei nur 20 Registraren gemeldet sind. Auf den entsprechenden Websites werde für Produkte oder Dienste geworben, die entweder illegal, gestohlen oder gefälscht seien, oder die überhaupt nicht existierten, so Knujon.

Knujon stellte eine Rangliste der "zehn schlimmsten Registrare, was Spam betrifft", auf. Darauf belegen drei Registrare aus China die Spitzenplätze. Auf Platz vier findet sich mit dem Registrar Joker aus Düsseldorf ein deutsches Unternehmen. Die Plätze sechs bis zehn nehmen Registrare aus den USA ein.

Knujon fand die schlimmsten Registrare durch die Analyse von Spam-Mails, von denen Nutzer ihm täglich "Zehntausende" weiterleiteten. Knujon ermittelte die beworbenen Domains und bei welchem Registrar sie gemeldet sind. Dann verglichen die Mitarbeiter die Zahl der von einem Registrar registrierten Domains im Vergleich zu der Zahl der per Spam beworbenen. Ein weiteres wichtiges Bewertungskriterium war die Zahl der unvollständigen oder nicht korrekten Daten der Domainhaber. Nur wenn diese Whois-Daten richtig und vollständig sind, ist es möglich, die Inhaber von Spam-Domains zu belangen. Die haben deshalb nur wenig Interesse, ihre korrekten Daten preiszugeben.

Die Aufgabe der Registrare ist es, die Daten der Domaininhaber zu sammeln und aktuell zu halten. ICANN fordert deshalb Registrare immer wieder auf, ihre Whois-Datenbanken auf den aktuellen Stand zu bringen. Unter den nun angeschriebenen Registraren sind auch die zehn von Knujon aufgespürten. Diese waren offensichtlich bereits bekannt: Nach eigenen Angaben hat die ICANN "mehr als die Hälfte der genannten Registrare" bereits vor dem Knujon-Bericht kontaktiert.

Das Sytem der Domains sei inzwischen so unübersichtlich geworden, so die ICANN, dass sie auf die Hilfe der Internetnutzer angewiesen sei, wenn es darum gehe, falsche oder unvollständige Whois-Einträge aufzuspüren. Deshalb hat sie im Jahr 2002 das Onlinemeldesystem Whois Data Problem Report System (WDPRS) eingerichtet. Auf Grund der darüber eingehenden Nutzerbeschwerden verschickt ICANN nach eigenen Angaben mehr als 70 Benachrichtigungen im Monat. Kommen die Registrare der Aufforderung, ihre Whois-Datenbanken zu aktualisieren, nicht nach, drohen ihnen Konsequenzen bis hin zum Entzug der Lizenz, Domains zu registrieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 21,00€
  2. 3,99€
  3. 12,49€
  4. 11,49€

mgutt 04. Jun 2008

Domains behalten und nicht benutzen ist ja nicht verboten. Aber Du spielst auf das...

OliF 28. Mai 2008

Hallo, eine Überprüfung der WhoIs daten durch den registrar halte ich für sehr sinnvoll...


Folgen Sie uns
       


Ausblendbare Kamera von Oneplus - Hands on (CES 2020)

Das Concept One ist das erste Konzept-Smartphone von Oneplus - und dient dazu, die ausblendbare Kamera zu demonstrieren.

Ausblendbare Kamera von Oneplus - Hands on (CES 2020) Video aufrufen
Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer
  2. Männer und Frauen in der IT Gibt es wirklich Chancengleichheit in Deutschland?
  3. HR-Analytics Weshalb Mitarbeiter kündigen

Unitymedia: Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS
Unitymedia
Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia stellt sein Netz derzeit auf Docsis 3.1 um. Für Kunden kann das viel Arbeit beim Austausch ihrer Fritzbox bedeuten, wie ein Fallbeispiel zeigt.
Von Günther Born

  1. Hessen Vodafone bietet 1 GBit/s in 70 Städten und kleineren Orten
  2. Technetix Docsis 4.0 mit 10G im Kabelnetz wird Wirklichkeit
  3. Docsis 3.1 Magenta Telekom bringt Gigabit im Kabelnetz

Leistungsschutzrecht: Drei Wörter sollen ...
Leistungsschutzrecht
Drei Wörter sollen ...

Der Vorschlag der Bundesregierung für das neue Leistungsschutzrecht stößt auf Widerstand bei den Verlegerverbänden. Überschriften mit mehr als drei Wörtern und Vorschaubilder sollen lizenzpfichtig sein. Dabei wenden die Verlage einen sehr auffälligen Argumentationstrick an.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht Memes sollen nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein
  2. Leistungsschutzrecht Französische Verlage reichen Beschwerde gegen Google ein
  3. Leistungsschutzrecht Französische Medien beschweren sich über Google

    •  /