Leopard auf Atom
Laut EFI-Hacker Netkas läuft MacOS X auch auf Atom-Systemen
Apples Betriebssystem MacOS X 10.5 Leopard lässt sich auch auf Intels besonders stromsparender x86-CPU Atom ausführen. Passend dazu nähren gerade neue Gerüchte die Hoffnung auf einen Tablet-PC von Apple.
Wie EFI-Hacker Netkas in seinem Blog berichtet und mit Screenshots belegt, läuft das von einer anonymen Quelle auf dem Atom-System getestete MacOS X problemlos. Zum Einsatz kamen ein EFI-Emulator und ein unmodifizierter Leopard-Kernel, da die Atom-CPU SSE3 und 64 Bit unterstützt und damit keine weiteren Anpassungen erfordert. Das Atom-System, vermutlich ein UMPC, verfügt über einen 1,6-GHz-Atom, einen Intel-Chipsatz vom Typ 945GC sowie über 512 MByte RAM.
Der Level-2-Cache der CPU werde von Leopard zwar falsch erkannt, was aber nur kosmetisch sei und keine Auswirkungen habe, so Netkas. Viel Rechenleistung ist zwar nicht zu erwarten, doch Netkas vergleicht die mit dem veralteten Geekbench 1.0 gemessenen Werte in etwa mit einem 1,7-GHz-Celeron. Mit mehr RAM könnten die Benchmarkergebnisse zudem besser ausfallen.
Die Ergebnisse geben jedoch einen interessanten Einblick in die Leistung, die Atom-basierte mobile Macs von Apple aufweisen könnten. Seit langem gibt es Gerüchte, dass Apple an einem PDA oder Tablet-PC feilt, bis jetzt hat der Hersteller sie aber nicht bestätigt. In der vergangenen Woche hatte ZDNet in den USA eine anonyme Quelle zitiert, der zufolge Apple sehr wahrscheinlich im Herbst 2008 einen Tablet-Mac mit MacOS X, optischem Laufwerk und GPS-Chip vorstellen wird.
Apple scheint zwar seit Jahren an Tablet-PC-Designs zu arbeiten, worauf seit 1995 angemeldete Patente hinweisen, hat jedoch bisher kein entsprechendes Produkt angekündigt. Der Markt für Tablet-PCs ist auch bei den Windows-Geräten noch recht klein, ebenso wie der von UMPCs. Intels Atom-CPU hat das Interesse an den kompakten mobilen Geräten jedoch wieder befeuert, da sie längere Laufzeiten bei moderater Leistung versprechen.
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