Spieletest: Haze - besser ballern dank Drogen


In Haze hingegen ist das "Nectar" – so der Name der bewusstseinserweiternden Substanz – äußerst relevant für den Spielablauf. Zu Beginn, wenn man in der Rolle von Sergeant Jake Carpenter noch für die mächtige Mantel-Organisation Global Industries antritt, hat man eben nicht nur Zugriff auf modernste Waffen, Rüstungen und Fahrzeuge, sondern eben auch auf diesen Nectar – und der wirkt sich im Spiel auf vielerlei Art und Weise aus. So sind die Angriffe mächtiger, Feinde besser ortbar und die Abschussquote generell höher, da Kontrahenten farblich markiert werden. Allerdings kann das Ganze auch nach hinten losgehen: Die Wirkung des Nectar hält nur begrenzt, für kontinuierlichen Nachschub muss also gesorgt werden. Aber Vorsicht, bei Überdosis droht Kontrollverlust und der Held kann Freund nicht mehr von Feind unterscheiden. Das führt leicht zu erheblichen Kollateralschäden in den eigenen Reihen. Werden einige Zeit später dann die Seiten gewechselt, kann sich der Spieler das allerdings zunutze machen: Auf Seiten der Rebellen lassen sich Granaten mit Nectar aufrüsten und den ehemaligen Kollegen so gezielte Überdosen verpassen.
Haze ist exklusiv für die Playstation 3 erhältlich, kostet etwa 70 Euro und hat von der USK keine Jugendfreigabe erhalten.
Fazit:
Haze hat seine guten Momente. Die Idee mit der Droge Nectar ist schlüssig in den Spielablauf integriert, einige Missionen sind angenehm abwechslungsreich, die Fahrzeuge bringen trotz leicht schwammiger Steuerung Spielspaß. In Sachen KI und Technik wurde allerdings massiv gepatzt, denn Haze sieht über weite Strecken einfach nicht wie ein PS3-Spiel aus. Insgesamt sind die Highlights im Verhältnis zum dumpfen Dauergeballer doch etwas rar gesät.