Vodafone-Konzernchef Arun Sarin tritt ab

Wechsel nach nur fünf Jahren Amtszeit

Arun Sarin, Chef des britischen Mobilfunkbetreibers Vodafone, wird nach fünf Jahren Amtszeit im Sommer 2008 zurücktreten. Das bestätigte eine Vodafone-Sprecherin gegenüber Golem.de. Sein letzter Arbeitstag in dem seit Jahren von halböffentlichen Führungskämpfen gezeichneten multinationalen Konzern mit Hauptsitz in Newbury (Berkshire bei London) werde der 29. Juli 2008 sein, hieß es weiter.

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Sarins Nachfolger wird der 46-jährige Vittorio Colao, gegenwärtig in der Position des Deputy Chief Executive und Leiter des Europageschäfts. Colao ist seit September 2006 auf seinem Posten. Er kommt von dem Unternehmensberater McKinsey, von dem aus er zu dem italienischen Mobilfunkbetreiber Omnitel wechselte. Vodafone hatte Omnitel im Jahr 2000 gekauft. Im Jahr 2004 kehrte Colao Vodafone den Rücken, um das Steuer bei dem italienischen Verleger RCS MediaGroup zu übernehmen. Als er im September 2006 zurückkehrte, sahen Unternehmenskenner das bereits als weiteren Schritt zur Demontage von Sarin.

Sarin gab zugleich die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 bekannt. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei der Gewinn auf 13,2 Milliarden Pfund (16,57 Milliarden Euro) gestiegen, was einem Zuwachs um 13,2 Prozent entspricht. Die Analysten hatten nur 16,4 Milliarden Euro erwartet. Der Umsatz kletterte auf 35,5 Milliarden Pfund (44,58 Milliarden Euro), hier hatten die Börsenexperten mit 35,3 Milliarden Pfund (44,32 Milliarden Euro) gerechnet. Im laufenden neuen Geschäftsjahr 2008/2009 will die neue Konzernführung einen Umsatz zwischen 39,8 Milliarden Pfund (49,98 Milliarden Euro) und 40,7 Milliarden Pfund (51,09 Milliarden Euro) erwirtschaften.

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