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Mobile 3.0: Vodafone hält Handy-TV-Konzept für gescheitert

Vodafone setzt statt auf DVB-H voll auf DVB-T. Das auf DVB-H basierende Handy-TV-Konzept Mobile 3.0 hält Vodafones Deutschlandchef Friedrich Joussen für gescheitert, zitiert ihn die Financial Times Deutschland. Bislang habe das Konsortium hinter Mobile 3.0 noch nicht einmal Kontakt mit Vodafone aufgenommen. Eigentlich sollte das kostenpflichtige Mobile 3.0 zur Fußball-Europameisterschaft 2008 durchstarten.
/ Ingo Pakalski
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Passend zur kommenden Fußball-EM 2008 in Österreich und der Schweiz bietet Vodafone zwei verschiedene Mobiltelefone an, die das Fernsehprogramm via DVB-T empfangen können. Damit setzt Vodafone ganz bewusst nicht den eigentlich für Deutschland auserkorenen Handy-TV-Standard Mobile 3.0 ein, der auf DVB-H setzt.

Joussen bemängelt Mobile 3.0 vor allem, weil der Programmempfang nur gegen eine Abogebühr möglich ist, heißt es in einem Bericht der Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster) (FTD). "Ich werde auch kein Bezahl-TV auf dem Handy unterstützen, solange die Gefahr besteht, dass Kunden dann weniger Geld für andere Dienste ausgeben" , erklärte er gegenüber dem Blatt. Vodafone wollte ein werbefinanziertes Handy-TV, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Ein kostenpflichtiges Angebot auf Basis eines separaten TV-Signals sei schwierig, meint Joussen.

Nach Aussage von Joussen wurde der Konzern noch nicht einmal von den Mobile-3.0-Machern angesprochen, ob der Mobilfunkanbieter das System überhaupt ausprobieren will. Daher sieht er Mobile 3.0 bereits als gescheitert, denn der Sendebetrieb soll schon im Juni 2008 starten. Dies kann aber nur erfolgreich gelingen, wenn sich die vier großen deutschen Netzbetreiber daran beteiligen, wonach es derzeit nicht aussieht.


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