Abo
  • Services:

Telekom-Abhöraffäre in Verbindung mit Vorratsspeicherung

Datenschützer fordern gesetzliche Konsequenzen

Die mutmaßlich systematische Bespitzelung von Aufsichtsräten, Managern und Journalisten bei der Deutschen Telekom hat breite Empörung in der Öffentlichkeit ausgelöst. Vor der Amtszeit von Firmenchef René Obermann sollen mehr als ein Jahr lang Telefonverbindungsdaten überwacht worden sein, um undichte Stellen zur Presse aufzuspüren.

Artikel veröffentlicht am ,

"Erschütternd", nannte es FDP-Innenexperte Max Stadler, "dass ein Unternehmen, das wegen der sensiblen Daten, über die es verfügt, besonders zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, die Grundrechte nicht achtet und keinen Respekt vor der Privatsphäre hat". Gegenüber der Frankfurter Rundschau sprach er von einer allgemeinen Tendenz, zu der auch "der Gesetzgeber beigetragen hat, indem er so haltlose Gesetze, wie das zur Vorratsdatenspeicherung erlassen hat".

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Leonberg
  2. SCHWENK Zement KG, Ulm

Bürgerrechtler beklagten einen "Datenmissbrauch im Konzerninteresse", womit die Gefahren der Vorratsdatenspeicherung aufgezeigt würden. "Wir haben immer darauf hingewiesen, dass Vorratsdatenspeicherung Begehrlichkeiten weckt. Dieser Vorfall zeigt, dass das kein akademisches Szenario ist, sondern geübte Praxis." Datensammlungen von Unternehmen seien mindestens ebenso problematisch wie vom Staat. Rena Tangens vom FoeBuD (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) forderte daher, den Vorfall zum Anlass zu nehmen, darüber nachzudenken, die gesetzlich vorgeschriebene Vorratsdatenspeicherung schnell abzuschaffen.

Die Telekom verfüge über besonders sensible Daten, so der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck, zur Frankfurter Rundschau. "Sie muss wissen, dass sie weder gegenüber Kunden noch gegenüber Mitarbeitern geheimdienstliche Befugnisse hat." Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach sprach von einem "veritablen Skandal", falls sich die Vorwürfe bewahrheiten.

Linkspartei-Vorstandsfrau Petra Pau schlussfolgerte, nach Vorfällen bei der Telekom, bei Lidl und Siemens werde die Überwachung von Mitarbeitern immer mehr zur Regel. "Ein neues Datenschutzrecht, das den technischen Verlockungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird", sei deshalb notwendig. Dazu gehörten "endlich auch klar definierte Schutzrechte für Arbeitnehmer".

Telekom-Chef René Obermann übte sich indes in Schadensbegrenzung und erklärte gegenüber der Bild-Zeitung, er sei "zutiefst erschüttert". "Fälle von Fehlverhalten müssen aufgeklärt werden und harte Konsequenzen nach sich ziehen", so Obermann.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 12.10.)
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 05.10.)
  3. 2,99€
  4. (-70%) 5,99€

ZDragon 31. Mai 2008

WTF, so schnell geht das... Stasi 2.0 wir kommen...

Tlork 27. Mai 2008

Tlork lork lork ........ KRAKEN!!11111111

ZDragon 27. Mai 2008

Jetzt können wir fast schon sicher sein, dass die Vorratsdatenspeicherung bei uns keine...

lerpo 26. Mai 2008

Das mit dem gesunden Volksempfinden haben wir schoneinmal ausprobiert. Ging zeimlich...

Micky 26. Mai 2008

das tut ja richtig weh, welches Halbwissen manche hier so meinen von sich geben zu müssen ...


Folgen Sie uns
       


So stellt sich Transdev den Einsatz autonomer Busse vor

Das französische Nahverkehrsbetrieb Transdev will künftig Fahrgäste mit autonomen Bussen befördern. Das Video stellt das Konzept vor.

So stellt sich Transdev den Einsatz autonomer Busse vor Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

    •  /