Atari-Gründer setzt auf Hardware-Kopierschutz
Das weitgehende Scheitern von Kopierschutzmaßnahmen im Bereich Film- und Musikrechte schreckt Nolan Bushnell nicht: "Spiele sind ein anderes Ding, weil sie so eng mit dem Programmcode verknüpft sind. Durch TPM werden wir Softwarepiraterie im Spielebereich tatsächlich vollständig stoppen können" . Mit TPM meint Bushnell das sogenannte "Trusted Platform Module", das als Teil der von Firmen wie Intel, Microsoft und Sun gegründeten Trusted-Computing-Group (TCG) unter anderem für den besseren Schutz von geistigem Eigentum sorgen soll.
Im Fokus von Bushnell stehen vor allem der indische und chinesische Markt, wo es Spielkonsolen wegen ihrer vergleichsweise hohen Hard- und Softwarepreise schwer haben. PCs sind immer weiter verbreitet, allerdings gibt es derzeit das Problem einer extrem hohen Anzahl an Schwarzkopien. Bushnell ist der Meinung, dass Spiele mit TPM-Unterstützung "von Leuten aus dem Internet nicht zu cracken sind" .
Bushnell sprach laut einem Artikel(öffnet im neuen Fenster) von Gamesindustry.biz während einer Konferenz der Investmentfirma Wedbuch Morgan Securities. Er verwies darauf, dass "die meisten Computer heutzutage mit TPM auf dem Motherboard" ausgeliefert werden. Das hatten viele Hersteller von Hauptplatinen angekündigt, doch selbst einige neue Motherboards erscheinen noch ohne den Chip. Vor allem Bussiness-Notebooks werden heute mit einem TPM ausgestattet.
Auf weitere rechtliche, technische und gesellschaftliche Probleme von Digital-Rights-Maßnahmen wie dem TPM-Chip ging Bushnell nicht ein.