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Telekom-Aufsichtsrat fordert mehr Übernahmen

Verdi-Mann will Entscheider in Bonn statt in New York oder Neu-Delhi. Der stellvertretende Telekom-Aufsichtsratschef und Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder hat den vorsichtigen Kurs des Konzerns bei Übernahmen gerügt. "Die Telekom muss eine aktivere Rolle in der Konsolidierung der Branche spielen, wenn sie nicht verlieren will. Da wird festgelegt, ob morgen die unternehmerischen Entscheidungen in Bonn, in New York oder Neu-Delhi getroffen werden."
/ Achim Sawall
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Das Management übertreibe den Kurs der Kostensenkung und Gewinnorientierung, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Bei der Konsolidierung der Branche müsse der Konzern die Arbeitnehmer mitnehmen.

Gegenwärtig soll die Telekom laut Medienberichten jedoch verschiedenste Übernahmeprojekte verfolgen. Laut einem Bericht fordert das Finanzministerium, noch in diesem Jahr einen ausländischen Konkurrenten zu übernehmen oder mit einem gleichwertigen Partner zu fusionieren. Berlin habe sich auf einen Lieblingskandidaten France Télécom festgelegt.

Weiterhin prüft der Konzern offenbar ein Gebot für Sprint Nextel, den drittgrößten Mobilfunkanbieter in den USA, mit einem Börsenwert von rund 22 Milliarden Dollar. Auch der afrikanische Mobilfunkbetreiber MTN, der einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro hat, steht auf dem Einkaufszettel der Bonner. Und auch für den Staatsanteil am nordeuropäischen Joint Venture TeliaSonera soll sich Konzernlenker René Obermann erwärmen können. Kaufpreis: 9,56 Milliarden Euro.

Die Kontrolle über die griechische OTE lässt sich der Bonner Konzern nach offiziell bestätigten Angaben aus diesem Monat (Mai 2008) 3,2 Milliarden Euro kosten.


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