Telekom-Aufsichtsrat fordert mehr Übernahmen
Das Management übertreibe den Kurs der Kostensenkung und Gewinnorientierung, sagte er dem Nachrichtenmagazin Focus. Bei der Konsolidierung der Branche müsse der Konzern die Arbeitnehmer mitnehmen.
Gegenwärtig soll die Telekom laut Medienberichten jedoch verschiedenste Übernahmeprojekte verfolgen. Laut einem Bericht fordert das Finanzministerium, noch in diesem Jahr einen ausländischen Konkurrenten zu übernehmen oder mit einem gleichwertigen Partner zu fusionieren. Berlin habe sich auf einen Lieblingskandidaten France Télécom festgelegt.
Weiterhin prüft der Konzern offenbar ein Gebot für Sprint Nextel, den drittgrößten Mobilfunkanbieter in den USA, mit einem Börsenwert von rund 22 Milliarden Dollar. Auch der afrikanische Mobilfunkbetreiber MTN, der einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro hat, steht auf dem Einkaufszettel der Bonner. Und auch für den Staatsanteil am nordeuropäischen Joint Venture TeliaSonera soll sich Konzernlenker René Obermann erwärmen können. Kaufpreis: 9,56 Milliarden Euro.
Die Kontrolle über die griechische OTE lässt sich der Bonner Konzern nach offiziell bestätigten Angaben aus diesem Monat (Mai 2008) 3,2 Milliarden Euro kosten.