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Microsoft stellt seine Büchersuche ein

Digitalisierungsprojekt findet zu wenig Nutzer. Microsoft stellt seine Projekte "Live Search Books" und "Live Search Academic" ein. Das erklärte Senior Vice President Satya Nadella im offiziellen Blog des Live Search-Teams bei Microsoft. Beide Onlineangebote würden in der kommenden Woche vom Netz genommen, so Nadella. Google-Sprecherin Jennie Johnson betonte dagegen, dass man die eigenen Konkurrenzprojekte "mit absoluter Sicherheit" weiterführen werde.
/ Achim Sawall
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Angaben zur Höhe der gemachten Ausgaben in den geschlossenen Suchbereichen wollte Microsoft-Sprecher Scott Trepanier nicht machen. Clifford Guren, Microsoft Senior Director für Publisher Evangelism in dem Projekt, erklärte gegenüber US-Medien, dass man nicht genügend Nutzer gewinnen konnte, um die laufenden Kosten weiter zu rechtfertigen. Verleger wie HarperCollins Publishers und Random House würden eigenständig ihre Inhalte digitalisieren, so Guren.

Die bereits indexierten Texte bleiben weiter über die Microsoft-Suche verfügbar, einen separaten Index werde es aber nicht mehr geben. Nadella(öffnet im neuen Fenster) : "Das bedeutet auch, dass wir unsere Digitalisierungsinitiativen in den Bibliotheken runterfahren. Es ist uns bewusst, dass dies für unsere Partner aus der Verlagsbranche, aus der Wissenschaft und für unsere Live-Search-Nutzer eine Enttäuschung ist."

750.000 Bücher und 80 Millionen Fachartikel aus Magazinen hat das Team um Nadella laut seinen Angaben digitalisiert und indexiert. Nun will man sich auf lukrativere Suchbereiche wie das Thema "Reisen" konzentrieren. Bei wissenschaftlichen Inhalten beschränkt man sich künftig dagegen darauf, die Crawler auf die Onlineangebote von Verlegern und Bibliotheken anzusetzen.


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