Skorpione und Skarabäen erforschen fremde Planeten

Scorpion von vorn
Scorpion von vorn
Damit den Robotern auch in einem dunklen Krater nicht der Strom ausgeht, werden sie nicht von Solarzellen, sondern von Akkus mit Energie versorgt. Damit diese nicht zu sehr belastet werden, ist das elektronische Innenleben der beiden Roboter eher bescheiden: So steuert ein gerade mal 48-Megahertz-Controller die Beine des Scorpion. Denn Energie ist der kritische Punkt von Laufrobotern, erläutern die Bremer Entwickler: Laufen verbraucht mehr Energie als Fahren. Dazu kommt, dass Scarabaeus und Scorpion sogar Strom brauchen, wenn sie sich nicht bewegen: Damit der Körper nicht auf dem Boden liegt, sind die Motoren auch aktiv, wenn die beiden Laufroboter stehen.

In einem Weltraumeinsatz würde deshalb ein Rover die Laufroboter zum Einsatz fahren. Haben sie ihre Aufgabe im unwegsamen Gelände erledigt, kehren sie zum Fahrzeug zurück, das sie wieder zum Landefahrzeug transportiert.

Energieeffizienz sei auch ein Grund dafür, dass der Scarabaeus zwei Beine weniger hat als der Scorpion, erläutert einer der Bremer Robotiker. Dazu komme, dass die Koordination von sechs Beinen weniger komplex sei und der Käfer auf ebenem Gelände schneller laufe als der Skorpion. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 55 Zentimetern pro Sekunde hängt er seinen kleinen Bruder ab, der nur etwa 30 Zentimeter pro Sekunde schafft. Dessen Spezialität ist das Klettern in Krater, wo er mit zwei Beinen mehr besser vorankommt.

Laufroboter im Labor
Laufroboter im Labor
Um die Roboter auf ihre Missionen auf fremden Himmelskörpern vorzubereiten, haben die Bremer Robotiker in ihrem Institut ein Stück Weltraum nachgebaut: einen Krater mit steil abfallenden Rändern. Grelle Scheinwerfer sorgen für die besonderen, extraterrestrischen Lichtverhältnisse: gleißend helles Licht in der Sonne und nachtschwarze Schatten hinter Steinen oder in Kratern. Um die geringere Schwerkraft zu simulieren, werden die Roboter an einem Portalkran mit einem Gegengewicht aufgehängt.

Solche Tests unter den fremden Bedingungen sind sehr wichtig. So stellt der krasse Wechsel von Hell und Dunkel viel höhere Ansprüche an die Systeme zur Bilderkennung und -verarbeitung als auf der Erde. Dafür sind die beiden Roboter im Weltraum zu beachtlichen athletischen Leistungen fähig: Während die irdische Gravitation den Scorpion zwingt, schwerfällig vorwärts zu stapfen, würde er auf dem Mars leichtfüßig 20 Zentimeter hohe Sätze machen.

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 Skorpione und Skarabäen erforschen fremde Planeten
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copious 27. Mai 2008

Hab mir das live am Tag der offenen Tür angeschaut, sehr faszinierend ;) Hab auch Bilder...

Fünfter 25. Mai 2008

....würden sie sagen: "Wir sind Replikatoren." Aber ich habs auf den ersten Blick auch...

Uranus 24. Mai 2008

Ah, das blöde ä ist auch da, dachte ich mir, dass du auf sowas abfährst :-)

-.- 24. Mai 2008

kein Text



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