Lenovo will auch Billig-Notebooks anbieten
Der Nettogewinn hat sich mit 140 Millionen US-Dollar fast verdoppelt. Damit konnte Amelio erneut einen höheren Quartalsgewinn präsentieren. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchte Lenovo 60 Millionen US-Dollar. Die Analysten hatten aktuell nur mit 133 Millionen US-Dollar gerechnet. Aufgewertet wurde die Gewinnkennzahl aber mit einem Vorsteuergewinn von 65 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf der Mobiltelefonsparte, die im März 2008 abgeschlossen wurde.
Der Umsatz aus den fortgeführten Geschäftsbereichen kletterte von 3,29 Milliarden US-Dollar auf 3,73 Milliarden US-Dollar. Im Januar 2008 hatte Lenovo angekündigt , sein Angebot über das Business-Umfeld auch auf Privatanwender auszuweiten. Die Notebooks tragen die Bezeichnung "IdeaPad", die Desktoprechner "IdeaCentre".
In Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) stieg die Zahl der ausgelieferten Rechner um 30 Prozent. Weltweit verbesserte Lenovo die Zahl der ausgelieferten PCs um 21 Prozent. Laut Angaben von IDC erreichten die Konkurrenten Acer mit 66 Prozent und Dell mit 22 Prozent in dem Zeitraum aber einen höheren Zuwachs.
Lenovos Umsatzwachstum schwächte sich im Zeitraum von Januar bis März 2008 in Amerika leicht ab. Die Verlangsamung im Wachstum der US-Wirtschaft wirkte sich negativ auf die Entwicklung der Notebookverkäufe aus. "Der US-Computermarkt ist schwierig" , bekannte Finanzchef Wong Wai Ming. Für das gesamte Geschäftsjahr 2007/2008 stieg der Gewinn auf 484,3 Millionen US-Dollar (+200 Prozent) und lag damit über den Analystenprognosen von 477 Millionen US-Dollar. Der Umsatz aus fortgeführten Konzernbereichen wuchs um 17 Prozent auf 16,35 Milliarden US-Dollar.