Interview: Nintendo hat Branche einen Bärendienst erwiesen
Gespräch mit Martin Schneider von Konami Deutschland
Martin Schneider ist Sales- und Marketingdirektor der Konami Digital Entertainment GmbH und European Marketing Director. Etwa 25 der rund 70 Angestellten sind europaweit tätig, das European Headquarter von Konami sitzt in Frankfurt. Bei einem Event zu Metal Gear Solid 4 in Paris erfuhr Golem.de von Martin Schneider unter anderem, warum er vom aktuellen Casual-Trend wenig hält.

Martin Schneider, Sales- und Marketingdirektor Konami
Golem.de: Konami ist sehr konsolenlastig ausgerichtet und hat dementsprechend in Deutschland bislang eher ungünstige Marktbedingungen vorgefunden. Würden Sie dem zustimmen?
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Martin Schneider: Ich finde es schon schade, wie wir bislang in Deutschland wahrgenommen werden. Wir sehen uns selbst als Konsolen-Company und belegen als solche einen Platz zwischen 5 und 8 bei den Publishern, inklusive Firstpartys. Das schwankt immer, etwa wenn wir demnächst Metal Gear Solid 4 veröffentlichen. Im Handel werden wir keinesfalls unter ferner liefen geführt. Da zählt nicht das Ranking von Konami inklusive PC, sondern der Umsatz, der hinter unseren Titeln steht. Und der stimmt!
Golem.de: Viele Konami-Spiele, darunter auch MGS4, eignen sich sehr gut für den PC. Haben Sie die Möglichkeit, in diesem Punkt auf Ihr japanisches Headquarter einzuwirken?
Schneider: Die besteht schon. Wir haben ja auch lange daran gearbeitet, dass es Pro Evolution Soccer auch für PC gibt, und wir haben sie jetzt seit fünf Jahren. Die Margen auf dem PC machen mehr Spaß als auf den Konsolen! Wir bringen also immer mal wieder PC-Spiele. Doch generell wird bei uns als japanischem Unternehmen der PC sicher nie die Rolle spielen wie bei einem amerikanischen oder europäischen.
Golem.de: Nintendo feiert mit DS und Wii Rekorde, praktisch jeder Publisher schreibt sich gerade "Casual" auf die Strategiefahne. Wird jetzt jeder ein Nintendo-Fan, wird dieser Casual-Trend anhalten?
Schneider: Wir kommen traditionell von den Nintendo-Marken her. Konami hat sein European Headquarter in Frankfurt, weil Nintendo seines in Großostheim hat. Gerade beim DS ist ja das Spannende: Man muss nicht in den Top 10 sein, und kann immer noch sehr gut verkaufen. Bei der Wii bin ich nicht so sicher, was da passiert. Durch deren Zugänglichkeit haben wir plötzlich Kunden, die wir vorher nicht erreicht haben. Aber diese Zielgruppe lässt es kalt, wenn ich ein Contra ins Regal stelle und die Special-Interest-Presse einige Tests darüber bringt. In der Wii-Hitliste befinden sich Produkte, hinter denen entweder ein starker Brand oder millionenschwere TV-Werbung steht. Der Rest verkauft sich praktisch nicht. Insoweit hat uns Nintendo durchaus auch einen Bärendienst erwiesen.
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Da kam und kommt so einiges. Jedenfalls so viel das ich als Normalspieler die ganzen...
Seit folgender Aktion möchte ich mit Produkten von Konami nichts mehr zu tun haben...
"Martin Schneider ist Verkaufs- und Vermarktungsleiter der Konami Digitale Unterhaltung...
Fand ich auch ganz nett. Habe dann mal Bestzeiten zu meiner aktiven Zeit aufgestellt...