OGD1 - Open-Source-Grafikkarte kann vorbestellt werden

Die OGD1 wird es vorerst nur für PCI-X-Steckplätze (64 Bit, 133MHz) geben, sie soll dank Abwärtskompatibilität aber auch in anderen PCI-Slots laufen können und sie wurde ebenfalls auf herkömmlichen Boards mit PCI-Slots (32 Bit, 33 MHz) getestet. Allerdings ist die PCI-X-Karte, wie für diesen Kartentyp üblich, deutlich länger als herkömmliche PCI-Karten. Es ist also nicht auszuschließen, dass es auf dem Board an Platz mangelt, etwa durch Anschlüsse oder größere (Southbridge-)Kühler. Auch das Gehäuse vereitelt öfter den Einsatz.

Eine PCI-Express-Variante ist prinzipiell ebenfalls möglich und soll bei entsprechendem Bedarf auch produziert werden können, wie in der OGD1-FAQ beschrieben wird.

Die Grafikkarte ist jedoch ein teurer Spaß. Immerhin 1.500,- US-Dollar (etwa 950 Euro, ohne Steuern) soll das Entwicklerboard kosten. Für die angesprochene Zielgruppe ist das kein unüblicher Preis. Die ersten 100 Vorbesteller erhalten einen Rabatt von 100,- US-Dollar. Außerdem sind weitere Nachlässe über die Open Hardware Foundation möglich. Um die Produktion überhaupt starten zu können, braucht es diese 100 Vorbestellungen. Die OGD1 ist nicht nur so teuer, weil es eine Kleinserie ist, sondern auch, weil mit den ersten Boards auch die weitere Finanzierung des Open-Source-Projekts gewährleistet werden soll.

Neben Traversal Technology arbeitet auch das Projekt VGA an einer Grafikkarte. Sie soll besonders günstig werden und sogar in Heimarbeit herstellbar sein. Später will das Project VGA möglicherweise mit dem Open Graphics Project zusammenarbeiten, um gemeinsam größere Ziele anzugehen.

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