Schwedens Militär warnt vor Verkauf von TeliaSonera

Sicherheitsinteressen bedroht? Telekom erneut unter den Interessenten

Schwedens Militär hat Sicherheitsbedenken geäußert, wenn der Staatsanteil am Telekommunikationskonzern TeliaSonera an ausländische Interessenten verkauft wird. Das nordeuropäische Joint Venture ist zu 37 Prozent in schwedischem Staatsbesitz, 13,7 Prozent liegen bei der finnischen Regierung. Geheime militärtechnische Einrichtungen und interne Kommunikationswege könnten kompromittiert werden, fürchtet das schwedische Militär.

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Stockholm will mit der Privatisierung 200 Milliarden schwedische Kronen (21,4 Milliarden Euro) erlösen. TeliaSonera hat eine Marktkapitalisierung von 242 Milliarden Kronen (26 Milliarden Euro), was für den Staatsanteil rechnerisch einen Wert von 89 Milliarden Kronen (9,56 Milliarden Euro) ergibt.

Schwedens Militär nutzt TeliaSoneras Netzwerke, hält sich aber bei Details zu Umfang und Technik bedeckt. "Jeder Eigner, ob nun inländisch oder ausländisch, muss einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Ein Besitzer, der nicht vertrauenswürdig ist, könnte sein Wissen zum Schaden Schwedens einsetzen", sagte Per Nilsson, Befehlshaber der schwedischen Streitkräfte der Sektion Command, Control und Communications, der in London erscheinenden Wirtschaftszeitung Financial Times. Schwedens Privatisierungsminister Mats Odell beklagt dagegen, er habe seit vergangenem Jahr Anfragen zu den Verbindungen von Militär und TeliaSonera an die Streitkräfte gerichtet, bislang aber keine erschöpfenden Antworten erhalten.

Wie das Blatt unter Berufung auf Bankenkreise berichtet, soll France Telecom bereits Interesse an dem TeliaSonera-Anteil bekundet haben. Weitere mögliche Bieter seien die Deutsche Telekom, chinesische Telekommunikationsfirmen, Investoren aus dem Mittleren Osten und China. Die Bundesregierung verstärkt laut einem Bericht den Druck auf Deutsche-Telekom-Chef René Obermann. Das Finanzministerium fordert, noch in diesem Jahr einen ausländischen Konkurrenten zu übernehmen oder mit einem gleichwertigen Partner zu fusionieren.

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