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GTA 4: Sprecher von Niko Bellic unzufrieden

Schauspieler Michael Hollick fordert Umsatzbeteiligung für Spiele-Sprecher. Der amerikanische Schauspieler Michael Hollick ist sauer: Zwar hat er für 15 Monate Arbeit, in denen er der Hauptfigur von GTA 4 seine Stimme lieh, rund 100.000 US-Dollar erhalten, doch das ist ihm zu wenig. Rockstar Games macht er allerdings keine Vorwürfe.
/ Peter Steinlechner
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"Hi, Niko here" - Spieler von GTA 4 haben bei diesen Worten wahrscheinlich gleich eine Stimme im Ohr, und die gehört dem amerikanischen Schauspieler Michael Hollick(öffnet im neuen Fenster) . Der trat bislang ein paarmal in der Krimireihe Law & Order auf, aber die eigentliche Rolle seines bisherigen Berufslebens ist die von Niko Bellic, serbischer Immigrant in Liberty City und Hauptfigur von GTA 4. Gegenüber amerikanischen Medien hat sich Hollick jetzt beschwert, dass er für seine Arbeit nicht genug Geld bekommen hat. Rund 100.000 US-Dollar hat ihm Rockstar Games dafür bezahlt, dass er 15 Monate lang quasi auf Abruf zur Vertonung bereitstand. Hollick findet es ungerecht, dass er und die anderen Sprecher keinen prozentualen Anteil an den riesigen Umsätzen bekommen, die das Spiel für Take 2 derzeit einfährt.

Besonders ärgert Hollick, dass seine Stimme ständig bei Werbung für GTA 4 im Radio, Fernsehen und im Internt zu hören ist, ohne dass er etwas davon hat. Allein der erste Trailer mit seiner Stimme habe rund 40 Millionen Hits im Internet ausgelöst - Hollick ging leer aus. Die Schuld gibt er nicht Rockstar Games, sondern der Schauspielergewerkschaft Actor's Union, die "keine Vereinbarung zustande bekommt, um kreative Leute zu schützen, die diese Spiele nach vorne bringen. Die Technik ist wichtig, aber es ist die menschliche Performance in den Spielen, mit denen Menschen eine Beziehung aufbauen" , sagte er der New York Times(öffnet im neuen Fenster) .

Mit der Rolle als Niko Bellic an sich ist Hollick allerdings zufrieden, bedeutet sie für ihn doch eine immense Steigerung der Bekanntheit. Außerdem haben ihm die Sprachaufnahmen Spaß gemacht - auch wenn es einige ungewöhnliche Situationen gab. Hollick: "Wir hatten 50 Seiten mit Schreien, zehn mit Erschießungsszenen, zehn in denen man von einem Dach geworfen und 20, in denen man bei lebendigem Leib verbrannt wurde." Take 2 wollte sich zu dem Thema nicht äußern.


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