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Bundesnetzagentur gegen österreichischen Telefonspammer

Rufnummernabschaltung für "Friedrich Müller" angeordnet. Die Bundesnetzagentur ist gegen drei österreichische Firmen der Marke "Friedrich Müller" vorgegangen, die man des Telefon-Spammings beschuldigt. Durch Geschäftsmodelluntersagungen soll dem mutmaßlichen Rufnummernmissbrauch durch unerwünschte Werbeanrufe ein Riegel vorgeschoben werden.
/ Achim Sawall
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Insgesamt 14 Rufnummern hat die Behörde abgeschaltet und ein Rechnungslegungs- und Inkassoverbot ab dem ersten bekannten Beschwerdezeitpunkt verfügt. Für den Fall der Zuwiderhandlung wurden Zwangsgelder angedroht. Die Bundesnetzagentur will damit ein "bundesweiten Ärgernis für tausende Verbraucher" abstellen, hieß es weiter. Doch offensichtlich brauchte die deutsche Bundesbehörde dafür einige Zeit. Denn bereits im September 2007 hatte die Saarländische Verbraucherzentrale viele Beschwerden über dubiose Gewinnmitteilungen der Firma Friedrich Müller aus Wien erhalten.

Dabei sei am Telefon der Eindruck erweckt worden, man habe bereits einen stattlichen Gewinn erzielt oder stehe kurz davor. In einem Beispiel wird ein Preisgeld in Höhe von 7.777 Euro in Aussicht gestellt, in einem anderen Fall sogar 14.000 Euro. "Bei welchem Frühstück dürfte ich ihnen den Gewinn ausbezahlen?" , frage die Firma freundlich, so die Verbraucherschützer.

Wenn man die Chance auf den schönen Gewinn nicht ausschlagen will, sollte man sich unter einer 0900er Nummer melden, die allerdings 2,99 Euro pro Minute kostet. Nach den telefonischen Kontakten mit der Firma Friedrich Müller hätten einige Verbraucher auch schon unerwünschte Nachnahmepakete mit Körperpflege- und Nahrungsergänzungsprodukten zugeschickt bekommen. Wer die Annahme verweigerte, erhielt Mahnungen. Die Verbraucherzentrale machte darauf aufmerksam, dass solche Aufforderungen unbeachtet bleiben könnten.


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