BDI für enge Grenzen der Öffentlich-Rechtlichen im Internet

Abruf von Video-on-Demand-Angeboten zeitlich beschränken

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich gegen die Ausweitung der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewandt. Die Ausdehnung des Grundversorgungsauftrags auf internetbasierte Dienste wie abrufbare Tageszeitungen, unbegrenzte Video-on-Demand-Angebote als "dritte Säule" der Programmversorgung sei nicht gerechtfertigt, heißt es in einem Positionspapier, das BDI-Präsident Jürgen Thumann vorlegte.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Ausweitung hätte Kostensteigerungen für die Gebührenzahler im dreistelligen Millionenbereich und Verzerrungen im Wettbewerb zu Folge. Das aktuelle Gebührenniveau von über 7 Milliarden Euro sei auch im internationalen Vergleich zu hinterfragen. "Öffentlich-rechtliche Medienangebote sind darauf zu beschränken, was nur gemeinschaftlich finanziert werden soll und kann", so der Industrieverband. Die Überarbeitung des Rundfunkstaatsvertrags durch Bundesregierung und Länder, den die Europäische Kommission eingefordert hatte, sei eine wichtige Gelegenheit, sich künftig stärker auf diese Kernaufgaben des Grundversorgungsauftrags zu fokussieren.

Stellenmarkt
  1. Senior Mobile Developer (m/f/d)
    IDnow GmbH, Düsseldorf, deutschlandweit (Home-Office)
  2. Application Supporter (*gn)
    VIER GmbH, Hannover, Karlsruhe, Berlin
Detailsuche

Zwischen dem öffentlich-rechtlichen Lager und den privaten Anbietern und Verlegern wird seit langem darüber gestritten, wie aktiv ARD und ZDF im Internet sein dürfen. Die Privaten beklagen eine Wettbewerbsverzerrung, die mit Gebührengeldern finanziert werde.

Der BDI fordert für den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag eine präzise Begrenzung des öffentlich-rechtlichen Auftrags mit verlässlichen Regeln, die diesen definierten und juristische Auslegungsrisiken minimierten. Die Möglichkeiten eines zeitgleichen und unveränderten Empfangs öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme über das Internet, sowie künftige IPTV-Aktivitäten gesteht der BDI den Sendern hingegen zu. Darüber hinaus könnten Fernseh- und Radioprogramme des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes schon heute gleichzeitig und ohne jede Veränderung über das Internet empfangen werden.

Die vor wenigen Tagen gestartete Mediathek, in der Fernseh- und Radiobeiträge des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes im Internet bereitstehen, will der BDI nur dann akzeptieren, wenn die Möglichkeit der Abrufe zeitlich eng begrenzt wird.

ZDF-Intendant Markus Schächter hat die Internet-Aktivitäten wiederholt verteidigt. Es seien eher die Verlage, die sich auf fremdes Terrain begäben, nicht die TV-Veranstalter, so Schächter mit Blick auf deren multimediale Angebote. Das Internet als Kommunikationsforum der Zukunftsgesellschaft müsse als gemeinsame Aufgabe der Qualitätsmedien angesehen werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


vor-seher 23. Mai 2008

Hier versucht der BDI zusammen mit den privaten Verlagen gegen einen großen...

usafe 22. Mai 2008

"Und Leute ohne TV kenne ich nicht":Wir haben in allen Herren Ländern gekämpft & waren...

"en vogue" 22. Mai 2008

Wenn man die "pro domo"-Argumente des Blutsaugers und ZDF-Intendanten Schächters für...

Zelos 21. Mai 2008

Falsch, aber ließ doch selbst: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443606,00.html...

Zelos 21. Mai 2008

Klar, bin 2 Staatsbürgerschaften und Verwandten in mehreren Ländern bin ich rechts...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

  2. Wochenrückblick: Unter und über der Oberfläche
    Wochenrückblick
    Unter und über der Oberfläche

    Golem.de-Wochenrückblick Neue Surface-Geräte und iOS-Updates: die Woche im Video.

  3. Security: Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple
    Security
    Forscher veröffentlicht iOS-Lücken aus Ärger über Apple

    Das Bug-Bounty-Programm von Apple ist vielfach kritisiert worden. Ein Forscher veröffentlicht seine Lücken deshalb nun ohne Patch.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung G7 31,5" WQHD 240Hz 499€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • Dualsense-Ladestation 35,99€ • iPhone 13 erschienen ab 799€ • Sega Discovery Sale bei GP (u. a. Yakuza 0 4,50€) [Werbung]
    •  /