Abo
  • Services:

BDI für enge Grenzen der Öffentlich-Rechtlichen im Internet

Abruf von Video-on-Demand-Angeboten zeitlich beschränken

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat sich gegen die Ausweitung der Online-Aktivitäten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewandt. Die Ausdehnung des Grundversorgungsauftrags auf internetbasierte Dienste wie abrufbare Tageszeitungen, unbegrenzte Video-on-Demand-Angebote als "dritte Säule" der Programmversorgung sei nicht gerechtfertigt, heißt es in einem Positionspapier, das BDI-Präsident Jürgen Thumann vorlegte.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Ausweitung hätte Kostensteigerungen für die Gebührenzahler im dreistelligen Millionenbereich und Verzerrungen im Wettbewerb zu Folge. Das aktuelle Gebührenniveau von über 7 Milliarden Euro sei auch im internationalen Vergleich zu hinterfragen. "Öffentlich-rechtliche Medienangebote sind darauf zu beschränken, was nur gemeinschaftlich finanziert werden soll und kann", so der Industrieverband. Die Überarbeitung des Rundfunkstaatsvertrags durch Bundesregierung und Länder, den die Europäische Kommission eingefordert hatte, sei eine wichtige Gelegenheit, sich künftig stärker auf diese Kernaufgaben des Grundversorgungsauftrags zu fokussieren.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  2. ElringKlinger AG, Dettingen an der Erms

Zwischen dem öffentlich-rechtlichen Lager und den privaten Anbietern und Verlegern wird seit langem darüber gestritten, wie aktiv ARD und ZDF im Internet sein dürfen. Die Privaten beklagen eine Wettbewerbsverzerrung, die mit Gebührengeldern finanziert werde.

Der BDI fordert für den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag eine präzise Begrenzung des öffentlich-rechtlichen Auftrags mit verlässlichen Regeln, die diesen definierten und juristische Auslegungsrisiken minimierten. Die Möglichkeiten eines zeitgleichen und unveränderten Empfangs öffentlich-rechtlicher Fernseh- und Radioprogramme über das Internet, sowie künftige IPTV-Aktivitäten gesteht der BDI den Sendern hingegen zu. Darüber hinaus könnten Fernseh- und Radioprogramme des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes schon heute gleichzeitig und ohne jede Veränderung über das Internet empfangen werden.

Die vor wenigen Tagen gestartete Mediathek, in der Fernseh- und Radiobeiträge des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes im Internet bereitstehen, will der BDI nur dann akzeptieren, wenn die Möglichkeit der Abrufe zeitlich eng begrenzt wird.

ZDF-Intendant Markus Schächter hat die Internet-Aktivitäten wiederholt verteidigt. Es seien eher die Verlage, die sich auf fremdes Terrain begäben, nicht die TV-Veranstalter, so Schächter mit Blick auf deren multimediale Angebote. Das Internet als Kommunikationsforum der Zukunftsgesellschaft müsse als gemeinsame Aufgabe der Qualitätsmedien angesehen werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 199€ (Vergleichspreis 265,99€)
  2. 269€ (Vergleichspreis 319€)HP Pavilion 32
  3. 3,82€

vor-seher 23. Mai 2008

Hier versucht der BDI zusammen mit den privaten Verlagen gegen einen großen...

usafe 22. Mai 2008

"Und Leute ohne TV kenne ich nicht":Wir haben in allen Herren Ländern gekämpft & waren...

"en vogue" 22. Mai 2008

Wenn man die "pro domo"-Argumente des Blutsaugers und ZDF-Intendanten Schächters für...

Zelos 21. Mai 2008

Falsch, aber ließ doch selbst: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443606,00.html...

Zelos 21. Mai 2008

Klar, bin 2 Staatsbürgerschaften und Verwandten in mehreren Ländern bin ich rechts...


Folgen Sie uns
       


HTC Vive Pro - Test

Das HTC Vive Pro ist ein beeindruckendes Headset und ein sehr gutes Gesamtkonzept. Allerdings zweifeln wir am Erfolg des Produktes in unserem Test - und zwar wegen des sehr hohen Kaufpreises und fehlenden Zubehörs.

HTC Vive Pro - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Digitalfotografie: Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher
Digitalfotografie
Inkonsistentes Rauschen verrät den Fälscher

War der Anhänger wirklich so groß wie der Ring? Versucht da gerade einer, die Versicherung zu betuppen? Wenn Omas Erbstück geklaut wurde, muss die Versicherung wohl dem Digitalfoto des Geschädigten glauben. Oder sie engagiert einen Bildforensiker, der das Foto darauf untersucht, ob es bearbeitet wurde.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. iOS und Android Google lanciert drei experimentelle Foto-Apps
  2. Aufstecksucher für TL2 Entwarnung bei Leica

Grenzenloser Datenzugriff: Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet
Grenzenloser Datenzugriff
Was der Cloud-Act für EU-Bürger bedeutet

Neue Gesetze in den USA und der EU könnten den Weg für einen ungehinderten und schnellen weltweiten Datenzugriff von Ermittlungsbehörden ebnen. Datenschützer und IT-Wirtschaft sehen die Pläne jedoch sehr kritisch.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektronische Beweise EU-Kommission fordert weltweiten Zugriff auf Daten
  2. Panera Bread Café-Kette exponiert Millionen Kundendaten im Netz
  3. Soziale Netzwerke Datenschlampereien mit HIV-Status und Videodateien

    •  /