Unterstützen US-Unternehmen die Zensur?

Google war durch Nicole Wong, Deputy General Counsel, vor dem Ausschuss vertreten. Wong betonte Googles Engagement für freie Meinungsäußerung und den freien Zugang zu Informationen. Aufgabe des Unternehmens sei es, "die Informationen der Welt zu organisieren und universell zugänglich zu machen". Dennoch gebe es in verschiedenen Ländern Einschränkungen des Informationsflusses. Als ein Beispiel nannte sie unter anderem das Verbot von Nazi-Propaganda in Deutschland, weshalb solche Inhalte aus Google.de entfernt würden.

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Konkret zu China sagte Wong, man habe 2006 Google.cn eingerichtet, weil Google.com immer wieder beschränkt oder und gesperrt worden sei. Dies sei aber nur "in Übereinstimmung mit örtlichen Gesetzen, Regeln und Richtlinien zu illegalen Inhalten" möglich gewesen. Die Entscheidung sei ihnen nicht leicht gefallen. Aber man war der Meinung, dass die Nutzer über Google.cn trotz Zensur Zugang zu mehr Informationen außerhalb des Landes bekämen als über andere Angebote. Außerdem mache Google.cn die Zensur gegenüber den Nutzern transparent. So erhalte der Nutzer eine Nachricht, wenn diese Inhalte auf Grund der Behördenauflagen nicht ausgeliefert werden könnten. Andere Suchdienste inklusive dem Marktführer Baidu hätten das inzwischen übernommen, so Wong. Daneben lege Google.cn auf der Ergebnisseite immer einen Link auf den nichtzensierten Dienst Google.com.

Auch Yahoo trete für die Menschenrechte ein, betonte Michael Samway, Vice President und Deputy General Counsel. Das Unternehmen sei eines der ersten auf dem chinesischen Markt gewesen. Allerdings, so betonte er, sei Yahoo seit 2005 nicht mehr im Besitz von Yahoo China und habe deshalb auch keine Kontrolle darüber. "Skeptiker haben in Frage gestellt, ob amerikanische Unternehmen überhaupt in solchen Ländern aktiv sein sollten. Yahoo teilt diese Bedenken", so Samway. Dennoch glaubt Yahoo an die "transformatorische Kraft des Internets" und seine "Funktion, Informationen in diese Länder, aus ihnen heraus und innerhalb des Landes zu übermitteln". Samway verwies zudem auf Yahoos Engagement für die Menschenrechte. So habe Unternehmenschef Jerry Yang im November 2007 den "Yahoo Human Rights Fund" eingerichtet als "Teil eines umfassenden Versuchs, sich der Menschenrechtsprobleme in China und anderen Ländern zu widmen". Dabei werde Yahoo von dem bekannten chinesischen Dissidenten Harry Wu unterstützt.

Für den Hardwarehersteller Cisco war Mark Chandler, Senior Vice President und General Counsel, bei der Anhörung erschienen. Chandler sagte, sein Unternehmen werde irrtümlich mit den Zensurmaßnahmen der chinesischen Regierung in Verbindung gebracht. "Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, ist es wichtig, dass der Ausschuss versteht, dass Cisco nicht spezielle Filtermöglichkeiten entwickelt oder anpasst, damit bestimmte Regime dazu in der Lage sind, den Zugang zu Informationen zu sperren."

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Cisco liefere lediglich die Netzwerktechnik. Kein Netz könne aber ohne die Möglichkeit, Informationen zu regulieren, verwaltet werden, beschrieb Chandler. Dazu gehöre, dass ein Administrator, um sein System zu schützen, IP-Adressen sperren könne. "Diese Technik ist ein üblicher Teil der Netzmanagement-Software von allen Lieferanten von Internetausrüstung - von Cisco ebenso wie von den Konkurrenten - und grundlegend für das Funktionieren des Netzes." Welche Adressen oder Inhalte jedoch gefiltert würden, liege einzig beim Betreiber des Netzes.

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sag' ich doch! 22. Mai 2008

..und DAS ist das eigentliche Problem! Meiner Meinung nach müsste es in der heutigen...

Hurz 22. Mai 2008

finde ich schon äußerst dreist. Da es kein Embargo gegen China gibt und wohl auch so...

bluber 21. Mai 2008

:) Es kommt drauf an. Wenn es um belanglose Aussagen hier im Forum geht würde ich das...

No Patents 21. Mai 2008

Ich habe nicht gesagt, dass ich die chinesischen Politbueromitglieder nicht ins Meer...



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