Unbound 1.0 - eine sichere und schnelle Alternative zu BIND

BIND, kurz für "Berkeley Internet Name Domain", zählt nach wie vor zu den meistgenutzten DNS-Servern im Internet und ist praktisch seit den 80er Jahren der Standard-DNS-Server. Das soll sich nach dem Willen der Firmen NLnet Labs(öffnet im neuen Fenster) , VeriSign(öffnet im neuen Fenster) , Nominet(öffnet im neuen Fenster) und Kirei(öffnet im neuen Fenster) nun ändern. Sie veröffentlichten ihre freie BIND-Alternative Unbound heute in der Version 1.0.
Unbound unterstützt wie auch BIND unter anderem DNSSEC(öffnet im neuen Fenster) , eine Sicherheitserweiterung des DNS-Protokolls, die helfen soll, DNS-Transaktionen abzusichern, indem die Quelle der DNS-Daten authentifiziert und die Integrität der Daten geprüft wird. Darüber hinaus soll Unbound vor allem einfach und schnell sein.
Entwickelt wurde die Software seit Januar 2004 von Jakob Schlyter von Kirei und Roy Arends von Nominet. VeriSign und EP.Net unterstützten die Entwicklung eines Prototypen, der von den VeriSign-Mitarbeitern David Blacka und Matt Larson in Java erstellt wurde. Ende 2006 schloss sich NLnet Labs der Initiative an und schrieb eine Unbound-Implementierung in C, basierend auf dem bereits existierenden Prototypen.
Unbound steht unter einer BSD-Lizenz und läuft auf POSIX basierten Betriebssystemen wie Linux, MacOS X, FreeBSD und Solaris. Code, Dokumentation und zusätzliche Informationen sind unter unbound.net(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Die liberale Lizenz soll helfen, Unbound zu verbreiten. Die Software lässt sich ohne nennenswerte Verpflichtungen in Geräte integrieren und erweitern.
Support für Unbound will NLnet labs anbieten, eine gemeinnützige Forschungsstiftung aus den Niederlanden.