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AMD und Intel im Interview: Bei 16 Kernen ist Schluss

Geschäftsführer bekennen sich zum Mehrkern-Trend

AMD kann seine Quadcore-Prozessoren mittlerweile liefern, die ersten 6-Kerner sind angekündigt, das Wettrennen um immer mehr Prozessoren in einem Chipgehäuse ist in vollem Gange. Die Deutschland-Geschäftsführer von AMD und Intel erklären in Interviews mit Golem.de, dass es für die Chipmacher keinen anderen Weg gibt, PCs leistungsfähiger zu machen.

Auf verschiedenen Veranstaltungen in der vergangenen Woche hatte Golem.de Gelegenheit zu Interviews mit Jochen Polster und Hannes Schwaderer, den Geschäftsführern von AMD beziehungsweise Intel. Polster und Schwaderer waren sich einig, dass es ohne mehr Kerne nicht mehr Leistung in PCs gibt. Der Intel-Geschäftsführer sieht hier vor allem Visualisierung als Trend, und meint damit nicht nur Spiele, sondern auch professionelle Anwendungen. "Dafür brauche ich mehr Leistung. Und mehr Leistung kann ich heute eben nicht mehr darstellen, wie man das die letzten 30 Jahre gemacht hat, indem man die Taktrate nach oben dreht", meint Hannes Schwaderer.

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Audio: Wettrüsten bei der Anzahl der Kerne (4:10)

Hannes Schwaderer (Intel)
Hannes Schwaderer (Intel)
Jochen Polster von AMD gibt ihm dabei recht, und sagt über Mehrkern-Prozessoren: "Sie sind architektonisch zumindest heute besser als höhere Frequenz, weil wir sehr stark über Energieeffizienz reden, und höhere Frequenz bedeutet immer mehr Stromverbrauch." Der Intel-Geschäftsführer rechnet zudem vor: "Wenn ich einen Prozessor nehme, der 100 Prozent Leistung und 100 Prozent Stromverbrauch hat, und dann die Taktrate um 20 Prozent nach oben drehe, steigt der Stromverbrauch quadratisch, und zwar um 73 Prozent. Wenn ich das jetzt aber umgekehrt mache, ich reduziere die Taktrate, dann brauche ich nur noch die Hälfte des Stroms, aber gewinne 73 Prozent an Leistung wenn ich den freien Platz dazu nutze, einen zweiten Kern einzusetzen."

"Wir sollten vorsichtig sein zu sagen, dass mehr Kerne in jedem Fall ad infinitum immer besser sein werden", warnt jedoch AMD-Chef Jochen Polster und betont: "Es muss immer eine Balance bleiben zwischen der Anzahl der Kerne, der Frequenz und der Architektur." Für Hannes Schwaderer setzt zudem bisher die Software für Desktop-Rechner eine Grenze: "Wir stellen fest, dass man diese Mehrkern-Technologie, ohne dass man an der Software etwas macht, nur bis zu 16 Kernen skalieren kann. Danach fällt die Leistung ab, wenn man mehr Kerne hat, allein dadurch, dass die Kommunikation zwischen den Kernen so aufwendig wird, dass man mehrere Dinge tun muss."

Zu diesen Dingen gehören für den Intel-Manager neue Programme, auch Betriebssysteme wie Windows und MacOS, aber auch neue Formen des Hauptspeichers für PCs. Die Grenzen der Skalierfähigkeit zeigten sich bereits auf dem letzten IDF in Schanghai, wo sich in Intel-Vorführungen auf einem Nehalem-System auch schon mit 16 Kernen 4 Cores konstant langweilten.

Jochen Polster (AMD)
Jochen Polster (AMD)
Dass die Software hinterherhinkt, bestätigt auch Jochen Polster. Das sei aber ganz normal: "Sie haben immer eine Zeitverzögerung Software versus Hardware von zwei bis drei Jahren.". Dennoch sei die frühe Einführung von Mehrkern-CPUs richtig gewesen, meint Polster: "Wir müssen als Hardware-Hersteller die Grundlagen schaffen, anders geht es nicht. Wir müssen voranpreschen, zum Beispiel neue Architekturen mit mehreren Kernen auf den Markt bringen. Dann können die Software-Entwickler folgen. Es klappt nicht umgekehrt."


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DerGee 30. Mär 2009

"Dazu kommt auch noch das man in der Mathematik bei jeglicher Formel der Form x^n von...

Captain 21. Mai 2008

Dann guck dir mal das Schaltverhalten von Transistoren an... mehr Takt...

Captain 21. Mai 2008

Transistoren verhalten sich nicht wie Widerstände, bei höherem Takt und etwas mehr...

peyton 21. Mai 2008

Es liegt doch auf der Hand Die Entwickler müssen endlich vom task parallelism wegkommen...

Husare 20. Mai 2008

Oder Speicher aus Memristoren? http://www.heise.de/tr/suche/ergebnis/?rm=result;words...



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