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Infineon-Chef Ziebart geht schon in den nächsten Wochen

Aufsichtsrat verliert offenbar die Geduld mit dem ehemaligen Continental-Manager. Bei Europas zweitgrößtem Chiphersteller Infineon steht Vorstandschef Wolfgang Ziebart offenbar kurz vor seiner Ablösung. Nach Informationen der Börsenzeitung wird der 58-Jährige bereits zum 1. Juni 2008 die krisengeschüttelte Firma verlassen.
/ Achim Sawall
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Der genaue Ablauf des vorzeitigen Ausscheidens des ehemaligen Continental-Managers, den die Eigner nach nicht einmal vier Jahren loswerden wollen, werde derzeit mit dem Aufsichtsrat verhandelt, so das Blatt weiter.

Wegen katastrophaler Zahlen der Konzerntochter Qimonda rumort es bereits seit Februar 2008 in dem Kontrollgremium. Nach ersten Erfolgen beim operativen Ergebnis stiegen die Verluste im Speicherbereich in schwindelerregende Höhe.

Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley hatte auf der Hauptversammlung Mitte Februar den Vorstand öffentlich für die vorgelegten Zahlen und Versäumnisse bei der Führung gerügt. Bereits im vergangenen Jahr sei dem Infineon-Chef praktisch die Entscheidungsgewalt für strategische Fragen entzogen worden, berichtet das Blatt weiter. Diesen Aufgabenbereich übernahm Aufsichtsrat Johannes Feldmayer. Gegen den früheren Siemens-Manager wird aber wegen der Verwicklungen in die AUB-Schmiergeldaffäre bei der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ermittelt, weshalb er auch als möglicher Ziebart-Nachfolger wieder ausschied. Ein neuer Vorstandschef ist bei Infineon noch nicht gefunden.


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