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Frogster: Abschied vom konventionellen PC-Spielegeschäft

Berliner Publisher setzt künftig ganz auf online. Frogster Interactive verabschiedet sich vom Geschäft mit herkömmlichen PC-Spielen. Weil der Berliner Publisher mit diesen zuletzt nur Verluste geschrieben hat, wird eine ausgegliederte Tochtergesellschaft mitsamt Logistikzentrum in Düren geschlossen.
/ Peter Steinlechner
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Mit der Schließung der 100-prozentigen Tochter FIP Publishing GmbH verabschiedet sich Frogster vom Geschäft mit konventionellen PC-Spielen, das dem Publisher zuletzt nur noch hohe Verluste beschert hatte. Frogster schiebt das darauf, dass die Konkurrenz durch Konsolen- und Onlinespiele zu groß sei. Angeführt werden auch die Softwarepiraterie und allgemein hohe Retourenquoten bei den PC-Spielen. Noch vorhandene Lizenzrechte an konventionellen PC-Spielen will Frogster künftig per Internet und über Distributionspartnerschaften vermarkten.

Das Geschäft mit Onlinespielen möchte Frogster dagegen intensivieren - derzeit betreibt man das Onlinerollenspiel Bounty Bay Online, Ende 2008 soll auch das mehrfach verschobene The Chronicles of Spellborn erscheinen. Außerdem will sich das Unternehmen in fortgeschrittenen Gesprächen mit Anbietern von Onlinespiel-Lizenzen befinden. Bereits 2009 erwartet der Vorstand stark wachsende Umsätze und Gewinne.

"Nach oben besteht ein großer Hebel durch das Hitpotenzial und die Skalierbarkeit von Massively Multiplayer Online Games" , so eine Frogster-Pressemitteilung. Gemeint ist: Wenn der Rubel erst mal rollt, dann gleich richtig. Die Aktionäre scheinen Frogster zu glauben - direkt nach Veröffentlichung der Meldung zog der Aktienkurs um über 10 Prozent an.


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