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ARD, ZDF und das Internet: Produzenten melden sich zu Wort

Schwarz-Weiß-Malerei im Streit um den 12. Rundfunkstaatsvertrag

Im Ringen um einen neuen Rundfunkstaatsvertrag meldet sich nun die Allianz Deutscher Produzenten zu Wort. Wenn ARD und ZDF ihr Programm künftig auch im Internet und auf dem Handy anbieten, dann wollen auch die Produzenten dafür entlohnt werden.

Artikel veröffentlicht am ,

Es geht um die Frage, was öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, finanziert durch die Gebührenzahler, im Internet tun sollen und dürfen. Die Verleger und Privatsender setzen sich dafür ein, den öffentlich-rechtlichen Sendern Grenzen zu setzen, denn sie fürchten eine ungleiche Konkurrenz durch die aus Gebühren finanzierten Angebote der Öffentlich-Rechtlichen. Diese wiederum argumentieren, sie müssten den Zuschauern ins Internet folgen, wenn sie ihren Auftrag einer medialen Grundversorgung ernst nehmen.

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Während der Kampf um die Spielregeln in erster Linie in den Hinterzimmern der Politik ausgetragen wird, kommt es dabei auf beiden Seiten auch zu plumper und einseitiger Berichterstattung über das Ringen. So stellt RTL beispielsweise die Existenzberechtigung von ARD und ZDF grundsätzlich in Frage, während Thomas Leif in seinem Film "Quoten, Klicks und Kohle" für den SWR die Strategien der Verleger nicht weniger einseitig betrachtet. Das ARD-Politmagazin Panorama befürchtet derweil, große Teile des Online-Filmarchivs löschen zu müssen.

Dass sich die Welt nicht so einfach in schwarz und weiß gliedert, zeigt die Wortmeldung der Produzentenallianz: Hier hat man die Aussagen des Chefs der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei Martin Stadelmaier zum Stand der Verhandlungen um den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Stadelmaier, der der Rundfunkkommission der Länder vorsteht, hatte angekündigt, dass in den Internet-Mediatheken von ARD und ZDF Eigenproduktionen künftig in jedem Fall für sieben Tage zum nachträglichen Download bereitstehen können. Geplant sei ebenso, dass die Anstalten TV-Sendungen bereits vor einer Fernsehausstrahlung ins Netz stellen können.

Von diesen Plänen sehen sich nun auch die für ARD und ZDF tätigen Produzenten betroffen, ohne dass ihre Interessen im neuen Rundfunkstaatsvertrag berücksichtigt werden. So muss der neue Rundfunkstaatsvertrag nach Auffassung der Produzentenvereinigung nicht nur den Spielraum für die künftige digitale Präsenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks festlegen, sondern er müsse "auch Sorge dafür tragen, dass die Spielregeln des digitalen Marktes für audiovisuelle Produkte die Interessen aller Marktteilnehmer berücksichtigen". Dies betreffe die Mediatheken ebenso wie das Handy-Fernsehen oder die digitalen Spartenkanäle.

Den Produzenten geht es um die Frage, welche Verwertungsrechte überhaupt bei den Sendern verbleiben können und welche Konsequenzen für die Kulturwirtschaft und die bereits bestehenden und sich gerade entwickelnden Film- und Programmmärkte damit verbunden sind: "Folgte man den geäußerten Ansichten, bräche ein wesentlicher Teil der etablierten Film- und Programm-Finanzierung ersatzlos weg", heißt es in einer Mitteilung der Produzentenallianz.

Bei den Mediatheken von ARD und ZDF handele "es sich nicht um ein angestammtes Senderecht, sondern um ein Online-Recht, welches ein neues Recht darstellt und eher dem Videomarkt zuzurechnen ist. Diese neue zusätzliche Verwertungsart kann und darf nicht den Sendern automatisch zugesprochen werden", meint Alexander Thies, Vorsitzender der Produzentenallianz, die sich am 3. März 2008 in Berlin gegründet hat. Sie ist ein Zusammenschluss aus mehreren Verbänden von Spielfilm - und Fernsehproduzenten und umfasst derzeit rund 80 Produktions-Unternehmen aus den Bereichen Kinofilm, TV-Fiktion und TV-Entertainment.



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karamba 18. Mai 2008

Schonmal davon gehört, dass es Menschen gibt, die das Fernsehen als Unterhaltungsmedium...

karamba 18. Mai 2008

Das stimmt, aber Panorama und Frontal21 waren auch schon vorher beste Beispiele für...

rtziuv 18. Mai 2008

Es mangelt an TV im Internet. (D.h.: Es gibt kein TV im Internet) Wann streamen die...

titix 18. Mai 2008

Ist denen Internet-TV zu teuer oder warum fangen die nicht mal an? Auch im Ausland will...

no comments 17. Mai 2008

"Die Ausstrahlung dieser Passage im WebTV ist aus rechtlichen Gründen leider nicht...


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