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Dual-Boot-OLPC für Linux und Windows kommt in Kürze

Microsoft arbeitet mit Initiative "One Laptop per Child". Der Software-Konzern Microsoft tritt der Initiative One Laptop per Child (OLPC) bei. Bereits im Juni 2008 könnten die ersten grün-weißen "XO"-Notebooks in einem Testlauf in Entwicklungsländern auf den Markt kommen, die mit dem Betriebssystem Windows XP laufen.
/ Achim Sawall
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Man habe erkannt, dass die Herausforderungen bei dem Plan, das Bildungssystem für Kinder in der dritten Welt zu verbessern, zu groß für eine Organisation allein seien. In dem Pilotprogramm wollen Microsoft und OLPC mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, hieß es weiter.

Geplant ist ein "XO"-Notebook mit Dual-Boot-Option, das sowohl mit Windows als auch mit Linux gestartet werden kann. "OLPC wird zusammen mit externen Partnern daran arbeiten, die grafische Benutzeroberfläche 'Sugar' für Windows zu öffnen" , sagte Projektbegründer Nicholas Negroponte.

Das "XO"-Notebook soll bei entsprechender Verbreitung für 100 Dollar erhältlich sein, gegenwärtig liegt der Preis aber noch bei 188 US-Dollar. Nach US-Medienberichten wird die XO-Version mit Windows-Option 18 bis 20 US-Dollar mehr kosten, als die Linux-only-Variante. Nur 3 US-Dollar würden für die Software berechnet, der Rest falle für zusätzlich benötigte Hardware an.

Microsoft will seit über einem Jahr daran gearbeitet haben, zusammen mit Partnern Windows-Treiber für das XO-Laptop zu schreiben. Das Betriebssystem unterstützt nun den E-Book-Modus, Standard-WLAN, eine Kamera und weitere Energiesparfunktionen.

Wie James Utzschneider, Generalmanager bei dem Microsoft-Sozialprojekt "Unlimited Potential" erklärte, arbeitet man mit derselben Windows XP-Implementierung, die auf Intels Class Mate, dem Asus EeePC und anderen Produkten lauffähig ist. "Wie ich schon früher sagte, mussten wir verschiedene Treiber und ein BIOS entwickeln, die es ermöglichen, Windows von einer SD-Card zu booten."

Die Kooperation mit Microsoft ist aber nicht unumstritten: Mit Walter Bender hatte Ende April 2008 die Nummer 2 hinter OLPC-Gründer Negroponte die Stiftung verlassen . Er war im Präsidium zuständig für Software und Inhalte und soll die Öffnung zu Windows abgelehnt haben. Zum Jahreswechsel kehrte die ehemalige Technikchefin Mary Lou Jepsen dem Projekt den Rücken, um ein eigenes Unternehmen zu gründen.


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