Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Machtkampf um Yahoo

Erster öffentlicher Schlagabtausch zwischen Carl Icahn und Roy Bostock. Carl Icahn hat den Kampf um Yahoo eröffnet und seine eigene Mannschaft für Yahoos Board of Directors nominiert. Dem aktuellen Board wirft der neue Yahoo-Aktionär vor, irrational gehandelt und damit das Vertrauen der Aktionäre verspielt zu haben. Sie hätten Microsofts Übernahmeangebot akzeptieren sollen. Yahoo-Chairman Roy Bostock schießt scharf zurück.
/ Jens Ihlenfeld
17 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der US-Milliardär Carl Icahn hat in den letzten 10 Tagen rund 59 Millionen Yahoo-Aktien gekauft und somit rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Yahoo investiert. Die Federal Trade Commission habe kartellrechtlich erlaubt, Yahoo-Aktien für rund 2,5 Milliarden US-Dollar zu erwerben, schreibt Icahn in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) .

In diesem nominiert er auch ein zehnköpfiges Team, sich selbst eingeschlossen, für Yahoos Board of Directors. Die neue Mannschaft soll nach dem Willen von Icahn auf der kommenden Hauptversammlung von Yahoo im Juni gewählt werden und dann dafür sorgen, dass eine Übernahme von Yahoo durch Microsoft doch noch zustande kommt.

Yahoo-Chairman Roy Bostock antwortet Icahn seinerseits in einem nicht weniger deutlichen offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) . Darin heißt es unter anderem, Icahns Brief zeige, dass dieser die Faktenlage nicht richtig verstanden habe und derzeit kein Übernahme-Angebot von Microsoft vorliege. Microsoft hat sein Übernahmeangebot zurückgezogen und erklärt, sich neuen Übernahmezielen zu widmen.

Dennoch dürfte dieser Schlagabtausch nur der Auftakt für einen länger dauernden Kampf um die Macht bei Yahoo sein.


Relevante Themen