Eee-PC verhilft Deutschlands PC-Markt zu hoher Steigerung
Die Verkäufe von Desktop-PCs sanken laut Gartner um 3,3 Prozent im Jahresvergleich. In Westeuropa wurden von Januar bis März 2008 rund 15,2 Millionen PCs verkauft. Dies entspricht einem Zuwachs von 14,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Die Änderungen beim Euro/US-Dollar-Wechselkurs erlaubten es den Anbietern, ihre Preise viel schneller als erwartet zu senken" , so Gartner.
Der PC-Markt in Deutschland zeigte sich stärker als erwartet, bei guten Verkäufen im Business-Bereich, heißt es seitens Gartner-Analystin Meike Escherich. "Motor war wieder der starke Absatz von mobilen Computern. Das Wachstum wurde verstärkt durch die Auslieferung des Eee-PCs in den deutschen Einzelhandelsmarkt" , so Escherich. Interessanterweise sei die Nachfragesteigerung sowohl vom privaten Bereich, als auch vom Firmenkundenbereich getragen. "Dies könnte als Indikator dafür gesehen werden, dass die Business-Sparte endlich anzieht, nachdem es in dem Bereich in 2006 und der ersten Jahreshälfte 2007 faktisch zu einem Wachstumsstillstand kam" , ergänzte Escherich.
Fujitsu-Siemens (FSC) konnte in den letzten Quartalen verlorene Marktanteile zurückgewinnen. Der Hersteller wies mit 19 Prozent ein starkes Wachstum im Jahresvergleich auf. Trotz starkem Zuwachs in Deutschland bleibt das Unternehmen jedoch hinter den Steigerungsraten der Top-10-Anbieter in Europa, im Nahen Osten und Afrika (EMEA) zurück.
Hewlett-Packard hat abermals das stärkste Wachstum bei Notebooks zu verzeichnen, die über den Einzelhandel verkauft werden. Acer weist mit knapp 39 Prozent im Jahresvergleich die höchste Wachstumsrate unter den Top5-Anbietern auf, musste aber seinen ersten Platz im Notebook-Segment an FSC abgeben.
Mit einem Marktanteil von 15,1 Prozent führt Fujitsu/Fujitsu Siemens hierzulande die Rangliste an. Gefolgt von Hewlett-Packard mit 13 Prozent, Acer mit 11,3 Prozent, Dell mit 9 Prozent und Medion mit 8,9 Prozent.



