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iPhone mit Atom-Chip? Missverständnis sorgt für Aufregung

Intel dementiert ZDNet-Bericht

Kommt die nächste iPhone-Generation mit Atom-Prozessor und größerem Display? ZDNet will dies vom deutschen Intel-Chef so verstanden haben, ein Intel-Sprecher dementierte jedoch gegenüber Golem.de und bestätigte damit die Vermutung, dass ein Missverständnis vorliegt. Er erklärte weiter unter Bezug auf die allseits bekannte Geheimhaltungspolitik von Apple, dass auch Hannes Schwaderer nichts über künftige iPhones wissen könne.

Artikel veröffentlicht am ,

Auf einer Abendveranstaltung in München anlässlich des 40. Geburtstages von Intel redete am 14. Mai 2008 der deutsche Geschäftsführer des Unternehmens, Hannes Schwaderer, vor rund 40 Journalisten auch über mobile Endgeräte und erwähnte dabei das iPhone stellvertretend für eine neue Klasse vernetzer Geräte. Laut Intel wurde dabei aber nicht gesagt, dass es ein iPhone mit Intels neuem Atom-Chip und größerem Display gibt, sondern es sei um die Geräteklasse an sich und um mögliche Entwicklungen gegangen.

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Ein Intel-Sprecher beschrieb das iPhone im Telefonat mit Golem.de zwar als eine Art Kategoriebereiter, stellte jedoch die Frage, woher denn sein Chef Hannes Schwaderer wissen solle, wie die Zukunft der iPhone-Hardware aussehe und erinnerte daran, wie wenig Apple über seine Pläne verrät. Zudem habe nur einer von über 40 geladenen Journalisten über das vermeintliche Atom-iPhone geschrieben, so der Intel-Sprecher weiter zu dem offensichtlichen Missverständnis. Gesonderte Einzelgespräche zum Thema iPhone und Atom-Chip habe es zudem an dem Abend auch mit ZDNet nicht gegeben.

Golem.de war beim gestrigen Intel-Abend ebenfalls zugegen, eine iPhone-Nachricht vermochte unser Hardware-Redakteur - der gerade auf dem AMD Channel Summit in Dresden ist - nicht aus den Ausführungen von Schwaderer zu entnehmen. Ob Apple künftige iPhone-Generationen mit Intels Atom-CPU bestücken wird, bleibt also weiterhin Spekulation und abzuwarten.

Nachtrag vom 15. Mai 2008, um 12:25 Uhr:
ZDNet hat über das Dementi mittlerweile auch berichtet - weist allerdings darauf hin, dass schon seit Längerem über die Verwendung des Intel-Prozessors Atom in einem zukünftigen mobilen Apple-Devices spekuliert würde. Neben mehreren Websites hätte auch die meist gut informierte New York Times (NYT) darüber berichtet. ZDNet zitiert aus einem NYT-Blogeintrag: "Auf einer Finanz-Konferenz am Mittwoch hat Apples Chief Operating Officer Tim Cook bestätigt, dass der iPod Touch eine Plattform ist und kein einzelnes Produkt. Das würde darauf hinweisen, dass sich etwas in der Art eines Safari-Pads in der Entwicklung befindet - ein Gerät mit Wi-Fi-Funkanbindung, das als hochwertiges Lesegerät für digitale Medien eingesetzt werden könnte."

Am 9. Juni 2008 wird sich zeigen, was an den Gerüchten über neue iPhone-Technik dran ist, denn es wird erwartet, dass Steve Jobs in seiner Eröffnungsrede anlässlich der World Wide Developer Conference (WWDC) ein neues iPhone vorstellen wird. Gegenüber Golem.de bezweifelte Kai Schmerer, der stellvertretende Chefredakteur von ZDNet, dass es sich nur um ein UMTS-iPhone handeln wird. Gleichwohl mochte er nicht ausschließen, dass er sich verhört hätte - obwohl er bei der Aussage von Schwaderer sehr aufmerksam geworden sei. "[...] man wird sehen, ob er ein Mobile Internet Device auf Basis des Intel Atoms mit größerem Display vorstellt - oder eben nicht", so Schmerer in seiner neuen Meldung zum Intel-Dementi.

Spekuliert man weiter, dann geht es nicht unbedingt um ein iPhone. Ein "Telefon" mit Atom Z500-CPU wäre wohl eher unelegant, weil der Chip mit rund 2 Watt deutlich zu viel Strom brauchen würde. Man könnte jedoch über ein mit dem iPod Touch verwandtes Surf-Tablett von Apple spekulieren - das etwa zu Hause eingesetzt werden könnte und nur 5 Stunden laufen muss. Intel selbst betont bereits seit der CeBIT 2007, dass die neue CPU erst mit "Menlow" als System-on-Chip ab 2008 für Smartphones taugt.

Nachtrag vom 15. Mai 2008, um 18:30 Uhr:
Kai Schmerer von ZDNet hat mittlerweile Schützenhilfe von der PC Games Hardware erhalten, deren Redakteur Daniel Waadt war ebenfalls vor Ort. Ihm zu Folge hat Schwaderer das kommende iPhone als Beispiel für den Einsatz des Atom-Prozessors von Intel genannt. Außerdem habe der Chef von Intel Deutschland erwähnt, dass das Display des iPhone 2 größer ausfallen würde als beim iPhone 1 und das neue Gerät zudem dünner werde. Die Aussagen werden demnach recht unterschiedlich interpretiert, was zumindest zeigt, dass sich Hannes Schwaderer unglücklich ausgedrückt hat.



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bugz 15. Mai 2008

hehe

Applebegutgeißer 15. Mai 2008

Auf den ersten Blick, mag das natürlich toll sein. Nach meiner Sicht wäre es besser, die...

:D 15. Mai 2008

All we are saying...

oni 15. Mai 2008

Könnte das vielleicht ein Hinweis auf einen "Tablet Mac" oder UMPC-Mac sein? Gibt ja wohl...

MacTobi 15. Mai 2008

Aber zum Geld ausgeben hast du genug Grips, oder? Deine körperlichen Defizite brauchst...


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