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Gericht spricht MySpace über 235 Millionen US-Dollar zu

Social Network erhält Entschädigung für Spam und Phishing. Ein Gericht in Los Angeles hat dem Social Network MySpace die Rekordsumme von über 235 Millionen US-Dollar an Schadensersatz für Spam und Phishing zugesprochen. Die beiden Verurteilten sind bereits als notorische Spammer bekannt.
/ Werner Pluta
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MySpace hat einen spektakulären Anti-Spam-Prozess gewonnen. Das Bezirksgericht in Los Angeles(öffnet im neuen Fenster) sprach dem Social Network unter Berufung auf den " Controlling the Assault of Non-Solicited Pornography And Marketing Act(öffnet im neuen Fenster) ", kurz CAN-SPAM-Act, aus dem Jahr 2003 Schadensersatz für Spam in Höhe von rund 234 Millionen US-Dollar zu. Dazu kommen 1,5 Millionen US-Dollar für die Verletzung des Anti-Phishing-Statuts des Staates Kalifornien.

Zahlen müssen diese Summe die vor Gericht unterlegenen Sanford Wallace und Walter Rines, die beide bereits einschlägig als Versender von unerwünschten Massen-Werbemails bekannt sind. Wallace und Rines hatten sich demnach bei MySpace registriert und dann rund 736.000 Werbemails an andere MySpace-Nutzer verschickt und dabei den Eindruck erweckt, als stünden diese Mails in Verbindung zu MySpace. Für jede dieser Mails sprach das Gericht MySpace einen Schadensersatz von bis zu 300 US-Dollar zu. Zudem hatten Wallace und Rines Nutzer auf eine Seite gelockt, die der Log-in-Seite glich, um deren Nutzerkennung und Passwörter zu stehlen. Das Gericht verurteilte Wallace, der auch als Spamford Wallace oder Spamkönig tituliert wird, und Rines in Abwesenheit, da beide nicht vor Gericht erschienen waren.

Seinen Spitznamen als Spamkönig hat sich Wallace redlich verdient: In den 90er Jahren soll er zeitweise bis zu 25 Millionen Werbemails am Tag verschickt haben. In der Vergangenheit wurde er bereits mehrfach wegen des unerlaubten Versendens von Werbemails zu hohen Geldstrafen verurteilt . Im Jahr 2005 hatte er sogar der US-Handelsaufsichtsbehörde im Vorfeld eines Prozesses versprochen , seine Aktivitäten einzustellen.


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