Aufregung um geheimes Daten-Sammel-Projekt von Mozilla
Rich Clients wie Firefox seien ein weiterer Weg, um Daten zur Web-Nutzung zu sammeln, stellt John Lilly in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) fest. Ein Weg, der heute noch kaum genutzt werde und Daten liefern könnte, die helfen, besser zu verstehen, wie Menschen das Web nutzen.
Vor diesem Hintergrund denke Mozilla darüber nach, wie sich Daten sammeln lassen, ohne die Privatsphäre der Nutzer dabei anzutasten. In jedem Fall sollen Nutzer darüber entscheiden können, welche Daten übermittelt werden.
Auf diesem Weg erhobene Daten können dann Forschern, Unternehmen und Konzernen zur Verfügung gestellt werden, um Schlüsse daraus zu ziehen und diese mit anderen zu teilen, so Lilly. Dabei gebe es viel zu tun, und Mozilla sei in der Lage, viel zu einem solchen Projekt beizutragen, meint der Mozilla-Chef. Das bedeute aber nicht, dass es sich um ein geheimes Projekt handle, sondern vielmehr um eine Idee in einem sehr frühen Stadium, die aus diesem Grund noch keinen Namen habe.
Heute sammle Mozilla vergleichsweise wenige Daten. Lediglich die Anfragen an den Application Update Service (AUS) werden genutzt, um die Verbreitung der Mozilla-Applikationen nachzuvollziehen. Firefox und Thunderbird senden regelmäßige Anfragen an den Dienst, um über neue Versionen zu informieren.
Darüber hinaus gebe es nur zwei kleine Projekte, die Daten erheben. Das eine hat den Namen Spectator(öffnet im neuen Fenster) und ist ein Add-On, das den Firefox-Entwicklern helfen soll, das User-Interface des Browsers zu verbessern. Das andere hat den Namen Test Pilot(öffnet im neuen Fenster) und soll eine repräsentative Gruppe von Firefox-Nutzern zusammenbringen, die den Entwicklern Feedback liefern sollen.