Milchgesichter kriegen keine Zigaretten aus dem Automaten
Die Taspo-Karte, deren Name sich aus den Worten Tobacco für Tabak und Access für Zugang sowie Passport zusammensetzt, wird von der Tabakindustrie in Japan ausgegeben. Ohne diese Karten, die Jugendliche natürlich nicht bekommen, wirft der Automat keine Schachtel aus.
Beim Einstecken der Karte wird nicht nur deren Gültigkeit geprüft, sondern auch, ob der Käufer wirklich 20 Jahre oder älter ist. In Japan ist dies die Altersuntergrenze für Raucher. In Läden wird jedoch weiterhin auch ohne Karte Tabak erhältlich sein.
Die Karte speichert auf Wunsch auch gleich ein Guthaben, um die Zigaretten zu bezahlen. In einem Pilotprojekt wird die Karte zunächst in einigen Präfekturen ausgegeben und soll später in ganz Japan eingeführt werden. In Japan gibt es rund 520.000 Zigarettenautomaten. Auf der Karte ist auch ein Foto des Inhabers. Antrag und Benutzung der Taspo-Karte sind kostenlos. Derweil ist schon eine Verschärfung des Alterschecks in der Entwicklung.
Das japanische Unternehmen Fujitaka(öffnet im neuen Fenster) entwickelt einen Automaten, der mit einer Kamera ein Bild des Zigarettenkäufers aufnimmt und versucht, dessen Alter anhand von Merkmalen zu prüfen. Dann kriegen Babyface und Co. allerdings wirklich keine Zigaretten mehr, egal wie alt sie sind.



