Grand Theft Childhood - Neue Studie zum Thema Gewalt
Golem.de: Sind bestimmte Kinder anfälliger für Gewalt in Computerspielen?
Olson: Wir haben herausgefunden: Je mehr Erwachsenenspiele ein Kind "oft" spielt, desto wahrscheinlicher ist, dass es Probleme bekommt. Wir haben herausgefunden, dass Kinder, die mehr als 15 Stunden pro Woche spielen, ebenfalls gefährdeter sind, unabhängig vom Inhalt der Programme - das gilt übrigens besonders für Mädchen.
Kinder, die eine Spielekonsole in ihrem Zimmer haben, neigen außerdem dazu, mehr Erwachsenentitel zu konsumieren und auch länger zu spielen. Und: Gemeinsam mit einem älteren Bruder zu spielen, bedeutet meist auch erwachsenere Spiele. Daraus ergeben sich ganz einfache Ratschläge für Eltern: Stellt Spielkonsolen in gemeinschaftlich genutzte Räume und beschränkt die Spielzeit eurer Kinder.
Um besondere Hochrisikogruppen zu finden, müssen wir das alles noch weiter und mit größeren Gruppen untersuchen. Was sich allerdings jetzt schon andeutet ist, dass die meisten Kinder Videospiele nicht allein spielen. Wenn es aber doch so ist, könnte das ein Zeichen für soziale Probleme oder sogar für Depressionen sein.
Golem.de: Ergeben sich aus Ihren Studien auch positive Effekte von Computerspielen?
Olson: Kinder können Spiele gut verwenden, um mit Gefühlen wie Ärger oder Stress umzugehen - das ist, in moderatem Umfang, wahrscheinlich ganz gesund. Viele spielen auch, um ihre Kreativität auszuleben. In unseren Studien hat rund die Hälfte der Teilnehmer der Aussage zugestimmt, dass sie gerne spielen, weil sie neue Welten erschaffen und neue Dinge lernen möchten. Insbesondere Jungen verwenden Computerspiele als Mittelpunkt sozialer Aktivitäten. Und Kinder mit Lernschwächen oder Aufmerksamkeitsstörungen - das gilt besonders für Mädchen - nutzen Spiele oft, um neue Freunde kennenzulernen. Es gibt auch ein paar interessante Studien, die andeuten, dass schnelle Actionspiele gut für die Hand-Auge-Koordination sind - auch das wäre besonders für Mädchen interessant.
Golem.de: Derzeit gibt es vermehrt Diskussionen darüber, ob bestimmte Computerspiele süchtig machen können. Wie sehen Sie das - besonders im Vergleich zur Gefahr durch Gewalt in Spielen?
Olson: Das ist ein schwieriges Thema, da muss noch mehr geforscht werden. Einige typische Anzeichen für Sucht - etwa die körperlichen Entzugserscheinungen - sind da ja nicht gegeben, ebensowenig wie bei exzessivem Kaufzwang oder Glücksspiel. Ich halte es aber für plausibel, dass manche Menschen psychisch von den Belohnungen dieser Spiele abhängig sind, oder von den sozialen Beziehungen in diesen Titeln.
Generell gilt, dass Kinder, die einer Aktivität besonders exzessiv nachgehen - sei es Sport, Bücher oder eben Spiele - manchmal aufgrund ihrer Gehirnentwicklung Schwierigkeiten haben, auf eine andere Aktivität umzuschalten. Auf Eltern wirkt das dann oft fälschlicherweise wie eine Sucht.
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~lach~
Deine Ausführungen aber auch nicht. Nunja, eben nicht. Es gibt z.B. in Brasilien...
Was?! Das ist eine Frau?!
genau deswegen gehen die autoren ja auch offensiv mit ihrer studie um und man ließt auf...