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Botanicalls - Wenn Pflanzen um Hilfe twittern

Nie wieder vertrocknetes Grün

Studenten der New York University haben ein technisches Hilfsmittel für Hobbygärtner ohne grünen Daumen entwickelt: Bei Wassermangel im Blumentopf wird eine Twitter-Nachricht gesendet, um so den Besitzer zu alarmieren - der moderne, aber nicht ganz billige Feuchtigkeitsmesser für die heimische Pflanzenwelt.

Artikel veröffentlicht am ,

Es ist ein trauriger Anblick: Unmotiviert lässt die Pflanze die Blätter hängen. Die Stiele sind längst braun, die Erde ist so trocken, dass sie sich schon vom Rand des Blumentopfes gelöst hat. Kein Zweifel: Diese Pflanze ist den Wüstentod gestorben, eingegangen mangels Zuwendung des Besitzers. Anderes Grüngewächs hingegen, von alters her an eine trockene Umgebung gewohnt, wird fürsorglich im Übermaß gegossen und ertrinkt kläglich.

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Doch nun naht Hilfe für die vernachlässigte Botanik: Statt kläglich einzugehen, kann die Pflanze bald um Hilfe rufen - der Technik und dem Web 2.0 sei Dank. "Botanicalls Twitter" heißt das Notruf-System, das sich vier findige New Yorker ausgedacht haben und nun für 160 US-Dollar im Internet anbieten.

Botanicalls Twitter-Kit zum Selbstbau
Botanicalls Twitter-Kit zum Selbstbau

Es besteht aus der nötigen Hardware, um den Menschen den Zustand der Pflanze zu übermitteln: ein Feuchtigkeitssensor für den Blumentopf, eine Platine mit einem über USB programmierbaren Controller und ein Ethernet-Adapter für eine Verbindung zum Internet. USB- und Ethernet-Kabel sowie Netzteil liegen bei. Dazu braucht man noch einen Twitter-Account.

Der Sensor überwacht - wie auch handelsübliche Feuchtigkeits-Messgeräte - mit zwei Metallstäben die Feuchtigkeit im Topf. Die Informationen werden dann als Twitter-Nachricht an den Twitter-Account weitergeleitet. Dort können sie online eingesehen oder auf das Mobiltelefon weitergeleitet werden - und schon weiß der Mensch immer, wie es seiner Pflanze geht.

Allerdings hat das botanische Not-Twitter-System einen kleinen Haken: Es ist kein Produkt von der Stange, sondern ein Bausatz, den der geneigte Hobbygärtner selbst zusammenlöten muss. Löterfahrung sei aber, so beruhigen die Entwickler, nicht zwingend nötig. Eine detaillierte Bauanleitung mit vielen Fotos gibt es auf der offiziellen Website.

Mit Botanicalls wollten sie neue Kommunikationswege zwischen Pflanzen und Menschen eröffnen, schreiben die Initiatoren Kate Hartman, Kati London, Rebecca Bray und Rob Faludi. "Pflanzen, die sonst vernachlässigt würden, bekommen die Möglichkeit, Menschen um Hilfe zu bitten. Menschen, die sich ihrer Fähigkeiten, sich effektiv um Lebewesen zu kümmern, nicht sicher sind, bekommen visuelle und auditive Hinweise." Insgesamt drei Projektziele nennen die vier New Yorker: 1. Pflanzen am Leben zu erhalten, 2. die Verbindung der Menschen zu den Pflanzen zu verbessern und 3. stets den Sinn für Humor zu bewahren.



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Augenbluten 14. Mai 2008

Das ist nur für die Planzen die Wasser im Topf stehen haben müssen und zeigt garnix an...

chief 14. Mai 2008

lol, was habts ihr alle für Probleme?? twittern ist englisch für zwitschern

Irgendwer 14. Mai 2008

Ob ich jetzt den Tank von der Anlage auffülle oder direkt die Pflanzen gieße macht auch...

kendon 14. Mai 2008

und du glaubst den unterschied zwischen b und d bemerkt hier niemand?

copious 14. Mai 2008

...dennoch gibt es sicher Käufer, die das kaufen würden. Vieleicht gibts noch Elektroden...


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