Spieletest: Boom Blox - Spielberg staunt Bauklötze

Boom Blox
Boom Blox
Die ebenfalls vorhandenen Schuss-Level sind hingegen eher unerfreulich: In Moorhuhn-Manier gilt es hier, immer wieder auf den Bildschirm zu zielen und durch Abfeuern von Bomben die feindliche KI daran zu hindern, die eigenen Edelsteine zu stibitzen. Diese Aufgaben wirken wenig durchdacht, oft chaotisch und zudem nur in den seltensten Fällen wie eine wirkliche Herausforderung, da plumpes Dauerfeuer zum Sieg oft reicht. Überhaupt ist der Schwierigkeitsgrad niedrig: Die Bronze-Medaille dürften auch Einsteiger in fast jedem Level auf Anhieb schaffen, die Gold-Medaille (für die immer so wenig Würfe eingesetzt werden dürfen wie nur möglich) stellt oft ebenfalls keine all zu schwere Herausforderung dar.

Boom Blox
Boom Blox
Über mangelnde Motivation kann man sich trotzdem nicht beschweren: Im Entdecker-Modus etwa darf jeder Spieler selbst bestimmen, welche Art von Level er spielt, im Erstellen-Modus werden eigene Szenarien geschaffen, im Party-Modus gegen oder kooperativ mit Freunden angetreten. Das Herzstück ist allerdings der Abenteuer-Modus: Hier wechseln die Aufgaben von Level zu Level, außerdem sind sie in ein kleines Story-Korsett gepresst. Eben das wirkt allerdings ziemlich aufgesetzt, da Klötzchen mit Tiergesichtern (die übrigens eher unheimlich denn niedlich wirken) in einer Art Mittelalter-Szenerie Gefechte ausführen und der Spieler das Ganze durch seine Aktionen entscheiden soll.

Boom Blox
Boom Blox
Überhaupt ist die Präsentation bestenfalls "liebenswürdig": Die Klötzchen-Welten warten zwar mit vielen Farben auf - aber nur mit wenigen Details. Das Design der Spiel-Charaktere, Bausteine und Diamanten ist ebenfalls eher rudimentär, die Hintergrund-Sounds wiederholen sich schnell. Die Bedienung mit der Wiimote hingegen gibt kaum Anlass zur Klage: Wurf- und Zielbewegungen werden fast fehlerfrei erkannt, und auch das Herausziehen der Steine klappt mit etwas Übung hervorragend.

Boom Blox ist exklusiv auf Nintendo Wii erhältlich. Das Programm hat von der USK eine Altersfreigabe "ab 6 Jahren" erhalten.

Fazit:
Inwiefern der Name Spielberg seine Daseinsberechtigung auf der Boom-Blox-Packung besitzt, ist sicherlich diskussionswürdig - schließlich dürfte bei fast jedem die Erwartungshaltung angesichts des Mitwirkens des Star-Regisseurs in eine andere Richtung gehen als in die, die Boom Blox letztendlich einschlägt. Dennoch ist Boom Blox durchaus empfehlenswert: Trotz einiger Durchhänger vor allem in den Schieß-Levels und einer nicht gerade Begeisterungsstürme auslösenden Präsentation ist die Turm-Zerstörerei ebenso leicht zugänglich wie motivierend. Das "nur noch einen Level"-Fieber packt einen jedenfalls schneller als erwartet, und macht aus Boom Blox eines der empfehlenswertesten Puzzle-Programme der letzten Monate.

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 Spieletest: Boom Blox - Spielberg staunt Bauklötze
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Scheisserchen 03. Jun 2008

Ich finde das Spiel genial. Einfache Spielidee, gut umgesetzt, astrein programmiert - wo...

RazorB 20. Mai 2008

Ich schaffe es nicht die Affendame sicher nach unten zu geleiten. Welche Steine muß ich...

Lino 14. Mai 2008

Wenn mann sich so die meisten Partys anschaut. Müsste da eigentlich ein gigantischer...

Vollstrecker 14. Mai 2008

Das mit den slowdowns hat mich auch etwas enttäuscht. Da hätten die noch etwas am fein...



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