Kampf um GTA 4 - die Woche der Entscheidung
Frist zur feindlichen Übernahme von Take 2 durch EA läuft am 16. Mai 2008 aus
Bis zum 16. Mai 2008 gilt das feindliche Übernahmeangebot von Electronic Arts, den Konkurrenten Take 2 für rund zwei Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Hinter den Kulissen wird verhandelt. Auch die GTA-4-Entwickler von Rockstar Games bereiten sich auf mögliche neue Eigentümer vor - und leben mit ihrem Ruf als böse Buben der Branche.
Noch bis Freitag, den 16. Mai 2008 gilt das Angebot von Electronic Arts an die Aktionäre von Take 2, deren Aktien für 25,74 US-Dollar zu übernehmen. An der US-amerikanischen Börse Nasdaq werden die Anteilsscheine trotz des riesigen Erfolgs von GTA 4 - angeblich wurden weltweit in der ersten Woche sechs Millionen Einheiten verkauft - seit einiger Zeit nur wenige Cent über der 26-Dollar-Marke gehandelt. Grund sind unter anderem Aktien-Analysten, die den Wert der Papiere weniger an Verkaufszahlen und Umsätzen, sondern an der Übernahmesituation festmachen.
Unterdessen hat Electronic Arts die Kriegskasse gefüllt. Das Unternehmen hat bei verschiedenen US-amerikanischen Banken Kredite über insgesamt rund eine Milliarde Dollar aufgenommen, die speziell für eine Übernahme von Take 2 verwendet werden sollen.
Auffällig ist im Rahmen der derzeit eher hinter den Kulissen laufenden Verhandlungen ein Artikel im Wall Street Journal - der viel zu groß ist, um nur zufällig und jetzt zu erscheinen. Darin geht es um Rockstar Games, das Entwicklerstudio von GTA 4, und um dessen Chef Sam Houser. Der Artikel stellt Rockstar Games als kreative Chaostruppe mit exzentrischen Bossen dar, die ihre Untergebenen regelmäßig anbrüllen, mit Gegenständen werfen und sogar mit dem Baseballschläger im Büro auftauchen (was Houser dementiert).
Zwar beschreibt der Wall-Street-Journal-Artikel, dass Rockstar wohl nur schwer in einen Konzern wie EA zu integrieren sei - allerdings bemüht sich Houser darum, dem EA-Management entgegenzukommen und nennt beispielsweise EA-Chef John Riccitiello einen "vernünftigen Menschen" ("the real deal" im Original). Riccitiello wiederum verglich laut Wall Street Journal Houser bereits mit Steven Spielberg oder Bono, deren Schläue er offenbar schätzt. Der Vergleich mit den beiden kam durch entsprechende Gespräche während Riccitiellos früheren Posten als Chef der Investmentfirma Elevation Partners zustande.
Die Zeitung veröffentlicht in ihrem Artikel auch interessante Zahlen. So hat Microsoft angeblich 50 Millionen US-Dollar an Rockstar für zwei downloadbare, exklusive Erweiterungen für GTA 4 gezahlt. Die neuen Episoden sollen ab Herbst 2008 über Xbox Live verfügbar sein. Auch neue Zahlen über die Entwicklungskosten des Titels veröffentlicht das Magazin. Es nennt eine Summe von 100 Millionen Dollar - und merkt an, dass Sam Houser dieser Größenordnung nicht widersprochen habe.
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unterschlängelt? Was ist denn das wieder für ein Faux-Pas? Lässt du deine Beiträge von...
...eben! radio-stationen gibts zu hauf und da is für jeden was dabei. achja, ich hab...
Regie soll Gore Verbinski führen (Pirates of the Carribean, wenn ich mich recht entsinne).
Hab mich schon immer gewundert, wofür golem eigentlich steht. In den letzten Wochen wurde...