Spieleentwickler müssen sich professionalisieren

Damit das gelingt, müssen sich die deutschen Entwickler in der Breite weiter professionalisieren, fordert Reichart. Er sprach in seiner Rede von Dingen, die viele auf der Entwicklerkonferenz Anwesenden schon gehört haben könnten: ordentliches Auftreten bei Messen und Tagungen und vorzeigbare Büros. Er schlug außerdem vor, Vertretungen in den größeren deutschen Städten zu eröffnen. Reichart ging aber noch weiter und empfahl dringend, die oftmals noch flachen Hierarchien an die neuen Herausforderungen anzupassen. Ein Problem sei etwa, dass viele der besten Studiogründer inzwischen keine Zeit mehr für das haben, was den Erfolg einst ausgemachte. Sie kommen nicht mehr zum Programmieren oder zum Erstellen von Spielkonzepten. Reichart empfiehlt, mehr mittleres Management in die Firmen zu holen: Leads und Directors etwa, aber auch Geschäftsführer für das laufende Business und für die Anbahnung neuer Geschäftsfelder und -kontakte. Reicharts dringender Rat: Die deutschen Studios müssten "weg vom Entwickler, hin zum Medienunternehmen."

Reichart warnte, die derzeitige scheinbare Ruhe in Sachen Jugendschutz sei bald vorbei. "Wir werden spätestens Ende 2008 Computerspielesucht auf der Agenda haben. Ihr müsst euch überlegen", sagte er den Entwicklern, "hat mein Spiel Suchtpotenzial, und wie gehe ich damit um?" Auch beim Thema Gewalt sieht er neue Diskussionen auf die Branche zukommen, spätestens in ein oder zwei Jahren. "Ich bin der Meinung: Wir kriegen eine neue Gerätegeneration, wir kriegen eine neue Realität, und irgendein Depp wird es in seine Spiele einbauen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Spieleentwickler müssen sich professionalisieren
  1.  
  2. 1
  3. 2


full_ak APPD 10. Mär 2009

Nur schon der erste Satz. "Als Senior-Freelancer werde ich satt bezahlt."

programmierer 15. Mai 2008

Naja, ich denke dass es in der Spieleentwicklung durchaus Platz für mehr...

DER GORF 15. Mai 2008

Oder auch nicht... vielleicht sowohl als auch.

Badger 15. Mai 2008

Laut Theorie ist die Kommunikation in Teams in der Größenordnung 6-8 Entwickler am...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /