Niedergelassene Ärzte fordern Aufschub der E-Gesundheitscard

Projekt fehleranfällig und nicht auf dem aktuellen Stand der Technik

Der NAV-Virchow-Bund, ein Verband niedergelassener Ärzte in Deutschland, will einen Aufschub bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte erreichen. Verbandschef Klaus Bittmann: "Das Projekt ist in Kosten und Nutzen völlig unklar, zeigt in den Testregionen große Anfälligkeiten und spiegelt schon heute nicht mehr den aktuellen Stand der Technik wider".

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Zu den Forderungen des Verbands gehört ein sofortiger Stopp in den Testregionen, ein Kassensturz über bislang ausgegebene Mittel sowie die Neukonzeption unter Berücksichtigung des Nutzens und aktueller Technologien. Zudem tritt der Berufsverband für eine Vermeidung von zentraler Datenspeicherung ein, für die Sicherstellung der Datenhoheit des Patienten und eine bessere Integration des Projektes in den Praxisablauf.

Die Forderungen des Deutschen Ärztetags zur Elektronischen Gesundheitskarte (eGK) aus dem Jahr 2007 hätten bislang keinerlei Berücksichtigung gefunden. Daher müssten in diesem Jahr die Bedingungen erneut klar formuliert und vor allem "handfeste Konsequenzen" benannt werden. "Dabei darf der Ausstieg aus der Gematik kein Tabu sein", betont Bittmann. Die von den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens gegründete Gematik ist für die Einführung der E-Card verantwortlich.

Mitte März waren nach Regierungsangaben in den Testregionen rund 190 Ärzte, 115 Apotheken und elf Krankenhäuser bei der Einführung der Gesundheitskarte und dem Aufbau der Telematik-Infrastruktur eingebunden. Doch auch ohne die Forderung der Ärzte nach einem Moratorium wird sich das IT-Projekt Gesundheitskarte weiter verzögern. In der Region Nordrhein sollen nach offiziellem Plan die ersten regulären Karten zum Jahresende 2008 ausgegeben werden. Doch Insider gehen davon aus, dass dies 2008 nicht mehr passieren werde. Zu groß seien die Unsicherheiten, ob die Technik funktioniere.

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