Lebensdauer von OLED-Displays infrage gestellt
OLEDs gelten als die nächste Revolution der Display-Technologie, weil sie selbst Helligkeit erzeugen und eine Hintergrundbeleuchtung überflüssig wird. Dadurch werden die Displays nicht nur noch dünner, sondern auch völlig gleichmäßig ausgeleuchtet und blickwinkelstabiler.
Zwei dieser Geräte hat sich DisplaySearch, Teil der Marktforschungsgruppe NPD Intellect, besorgt und 1.000 Stunden am Stück laufen lassen. Wie aus dem Bericht der Tester(öffnet im neuen Fenster) hervorgeht, reduzierte sich dabei die Helligkeit schon recht deutlich. Hochgerechnet geht DisplaySearch davon aus, dass dieses OLED-Display schon nach 17.000 Stunden nur noch halb so hell leuchtet wie im Neuzustand. Bei vier Stunden Benutzung jeden Tag würde der Fernseher für diesen Helligkeitsverlust mehr als elfeinhalb Jahre benötigen.
Sony gibt jedoch 30.000 Stunden Betriebsdauer bis zur Halbierung der Helligkeit an. Dieser Verlust an Leuchtkraft wird bei Fernsehern als die kritische Grenze angesehen, ab der die Anwender den schleichenden Verlust an Bildqualität nicht mehr akzeptieren. Als Ziel gilt bei Fernsehern auch immer eine Lebensdauer von zehn Jahren, was laut den Sony-Angaben selbst bei acht Stunden Laufzeit pro Tag erst nach über zehn Jahren eine Halbierung der Helligkeit bedeuten würde.
Gegenüber AP bekräftigte(öffnet im neuen Fenster) Sony auch den bisherigen Wert von 30.000 Stunden, was laut Rechnung des Herstellers zehn Jahren Gebrauch entspricht. Diese Angabe basiere auf mehrjährigen Tests, teilte das Unternehmen mit. Laut DisplaySearch sollen OLEDs von anderen Herstellern - unter anderem entwickelt auch Samsung an der Technik - deutlich langlebiger sein. Auch Sony glaubt fest an die Technik und will sie mit Investitionen von 138 Millionen Euro in eine bisherige Produktionsstätte bis zum Jahr 2010 massentauglich machen .



